Sleigh Ride – Heidi Cullinan

Seit 1,5 Jahren lebt und arbeitet der Bibliothekar Gabriel nun schon in Logan – einem verschlafenen Kaff in Minnesota. Seine Arbeit befriedigt ihn und er liebt die Arbeit mit jungen Kindern, die er mit Lese- und Vorlesestunden zu begeistern vermag. Sozialen Umgang hat er jedoch nicht. Dazu ist er viel zu eigenbrötlerisch und er hält die Menschen lieber auf Abstand. Bei Corinna Anderson hat er jedoch Pech gehabt. Die Frau ist sehr engagiert und will ihn zudem auch noch verkuppeln.

Dazu würde sich auch gleich ihr Sohn Arthur anbieten, der im Sommer von seinem langjährigen Fuckbuddy und besten Freund Paul verlassen wurde. Arthur datet aber nicht und will auch keine Beziehung. Sexbeziehungen und One-Night-Stands eher sein Ding. Allerdings schaut es in dieser Beziehung bei Arthur sehr mau aus und je länger alleine in seiner Hütte lebt, desto stärker wird ihm seine Einsamkeit bewusst. Und Arthur ist eifersüchtig auf das, was Frankie und Marcus haben. Aber nur wegen der Einsamkeit mit Gabriel ausgehen?

Sleigh Ride ist der zweite Teil der Minnesota Christmas Reihe von Heidi Cullinan. Die Geschichte um Arthur und Gabriel spielt ein Jahr nach dem ersten Teil und für Arthur hat sich jede Menge verändert. Paul hat ihm den Laufpass gegeben, nachdem Arthur ihre Beziehung nicht in ernste Bahnen lenken wollte. Während Paul jedoch mit seinem Leben weitermacht und nach einem Partner sucht, tritt Arthur irgendwie auf der Stelle. Außerdem hat er nun auch – wie viele andere auch – seinen Job in einer hiesigen Fabrik verloren. Den Verkupplungsversuchen seiner Mutter kann er nur wenig abgewinnen.

Doch Gabriel hat etwas an sich ….. Arthur kann es nicht benennen. Und irgendwie schlittert er in diese Geschichte mit Gabriel hinein. Gabriel hingegen ist sehr scheu und lehnt konsequent jeden sozialen Kontakt ab. Arthur ist für ihn einfach nur ungebildet, rüde und geschmacklos. Doch hinter dieser Ablehnung verbirgt sich noch viel mehr. Das findet der Leser jedoch nur langsam im Laufe der Geschichte heraus und angesichts Gabriels Alter fragt man sich schon, wie es dazu kommen konnte.

Gut gefallen hat mir Arthur, der ja schon ein etwas rüpeliger Kerl ist. Nun, zum Softie wird er nicht. Aber er erkennt seine eigenen Gefühlsverwirrungen und erlebt wohl seine erste richtige Liebe. Leider zeigt die ihm eine Weile die kalte Schulter und Arthur reflektiert in dieser Zeit auch sein Verhalten in Bezug auf Paul, mit dem er doch sehr lange Zeit irgendwie zusammen war.

Heidi Cullinan hat wieder eine tolle Geschichte geschrieben und mich sehr erheitert. Allerdings kommt dieser Teil nicht an den ersten Teil heran. Gabriel war mir etwas zu neurotisch, seine Ängste für mich nicht wirklich verständlich und irgendwie sprang auch der erotische Funke für mich jetzt nicht über. Außerdem finde ich das Cover total unpassend. Sorry, aber Arthur ist bald 40 und Gabriel auch schon über 30. Da waren mir die Jungs auf dem Cover einfach zu jungenhaft.

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