You Never Know – Mary Calmes

 

Als Hagen Wylies große Liebe nach fast zwanzig Jahren wieder in ihrer kleinen Heimatstadt auftaucht, glauben alle seine Freunde und Bekannte, sowie der Rest der Einwohnerschaft an eine grandiose Wiedervereinigung mit Mitch Thayer, der frisch geschieden mit seinen zwei Söhnen zurück nach Benson gezogen ist. Doch Hagen denkt gar nicht daran. Einst hat er Mitch vertraut und wurde tief enttäuscht. Wie soll er Mitch noch einmal Glauben schenken? Und überhaupt ist Hagen ein völlig anderer Mensch geworden.

Das weiß Mitch natürlich und er setzt alles daran um Hagen wieder für sich zu gewinnen. Doch mit Ash, einem Schauspieler, hat Mitch auch einen unerwartete Konkurrenz bekommen. Dabei führen Ash und Hagen eine eher lockere Beziehung und Hagen macht sich gar keine Illusionen über Ash‘ Lebenswandel oder an seinen Gefühlen für Hagen. Mitch muss also die ganz großen Geschütze auffahren und dazu gehören auch seine entzückenden Söhne, die Hagen sofort in sein Herz schließt. Aber wird das reichen?

Mary Calmes hat eine tolle Geschichte konzipiert und mit Hagen einen wunderbaren Helden erschaffen. Aus seiner Sicht wird  die Geschichte auch erzählt. Und so kommt es eben auch dazu, dass man von Hagen sehr viel erfährt, von Mitch leider nur wenig. Zumindest gefühlsmäßig kommt Mitch dem Leser nur schwer nahe. Und es spielt sich auch sehr viel in Hagens Kopf ab. In diesen Rückblenden erfährt man eben von seinem Leben, von seiner Beziehung zu Mitch und wie alles endete.

Das ist durchaus gut geschrieben, lässt aber auch irgendwie eine Leere zurück. Mitch bekommt eben nur wenig Platz und seine Persönlichkeit werden nur vage beschrieben, auch wenn sein besitzergreifendes Wesen durchaus schnell klar war. Allerdings fragt man sich als Leser schon: WTF?? Nach fast zwanzig Jahren will er Hagen plötzlich zurück und nimmt es als gegeben hin, dass auch Hagen ihn zurückhaben will? Der Zeitraum, in dem diese Geschichte spielt, ist auch wirklich sehr knapp bemessen und für mich so völlig unrealistisch.

Positiv sind für mich Hagen, seine Gedanken und auch das geringe Maß an Sex in dieser Geschichte. Vor allem das Cover möchte ich positiv hervorheben. Das war auch einer der Gründe, wieso ich das Buch gekauft habe. Leider wird die Geschichte zu hastig erzählt und die Protagonisten Ash und Mitch zu vage beschrieben. Es hätte toll werden können; rausgekommen ist leider nur eine lauwarme Wiedervereinigung, die mich nicht so wirklich mitnehmen konnte.

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