Candy Man – Amy Lane

Viel weiter nach unten kann es für Adam Marcia nicht gehen. Nicht nur, dass er von seiner Familie verstoßen wurde, er seinen Job und auch noch seinen Studienplatz verloren hat. Nun versagt auch noch das Auto seinen Dienst und Adam muss mit dem Bus nach Sacramento fahren. Dort soll er für seinen Cousin Rico die Wohnung hüten und sich um die darin lebenden Tiere kümmern. Kater Gonzo ist krank und kein besonders netter Zeitgenosse und der Hund Clopper ist riesig, aber händelbar.

Adam will die Zeit in Sacramento nutzen um wieder auf die Beine zu kommen. Dazu braucht er jedoch einen Job. Das ist dann doch einfacher als gedacht. Adam ergattert einen Job in einem Süssigkeitenladen. Die Leute, vor allem der Besitzer Darrin, sind wirklich freundlich zu ihm und Adam, der in seinem Leben nur wenig Freundlichkeit und Zuneigung erfahren hat, taut langsam auf.

Und da gibt es noch Finn Stewart. Dieser arbeitet im Familienbetrieb seiner Eltern mit und taucht immer wieder im Candy Heaven auf. Finn zeigt schnell Interesse an dem scheuen Adam und tut alles um dessen Aufmerksamkeit zu erringen. Adam ist sehr scheu und zurückhaltend, doch das kann Finn nicht von seiner Mission abhalten.

Candy Man ist der Auftakt der Candy Man Reihe von Amy Lane. So zuckrig, dass fast schon Kariesgefahr besteht. Aber nur fast, denn auch wenn die Geschichte einen hohen Romantikanteil hat, so kommt der Humor nicht zurück. Adam agiert trotz seiner Größe und seiner Vergangenheit als Soldat äußerst vorsichtig und distanziert. Die Erfahrungen seiner Kindheit und Jugend waren prägend und auch als Erwachsener hat er schlimme Zeiten durchgemacht.

Der Verrat seines Lovers sitzt noch tief und die Zurückweisung der Familie nagt ständig an ihm. Wirkliches Selbstbewusstsein kennt Adam nicht. Er fühlt sich unzulänglich und begreift auch nicht, was Finn eigentlich an ihm findet und wie er ihm überhaupt gerecht werden soll.

Während Adam also den dunklen, zerbrochenen und distanzierten Part in diesem Pairing verkörpert, ist Finn ganz anders. Er ist süss, fürsorglich, fröhlich und vor allem zuversichtlich. Das Glas ist halb voll und nicht halb leer. Auch er hat schon seine Erfahrungen gemacht und wurde auch schon verlassen. Doch wirklichen Schmerz und Verletzungen hat er noch nicht erleben müssen. Da Adam es ihm echt nicht leicht macht, kann man Finn nur bewundern. Denn er ist mutig, zielstrebig und wirklich geduldig. Selbst als Adam die Nerven wegwirft.

Aber natürlich gibt es für diese Geschichte ein Happy End und obwohl ich schon ein paar Mal bei Amy Lane auf die Nase gefallen bin, werde ich diese Reihe weiterverfolgen. Der Kurzroman ist romantisch und witzig, hat aber genug Herz-Schmerz und Drama um nicht zu kitschig zu werden

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