Humbug – Joanna Chambers

Quint Flint lebt nur für seine Arbeit und er will Karriere machen. Um zu erreichen was er will, treibt er sich selbst unablässig an. Aber auch seine Kollegen und Mitarbeiter. In seiner Verblendung merkt er gar nicht, dass er dabei Kollegen vor den Kopf stösst und sich immer mehr von seinen Freunden entfernt. Auch seine Beziehung ging aufgrund seiner Arbeitswut in die Brüche. Weihnachten ist für Quint völlig unwichtig; darauf legt er keinen Wert. Auch nicht auf Feiern und Gemütlichkeit mit Freunden.

Sein Kollege und engster Mitarbeiter Rob ist da ganz anders und Rob gerät mit Quint aneinander, als er am Tag vor Heilig Abend früher nach Hause gehen möchte. Doch dann wird das ganze Büro von der Chefin selbst geschlossen und die Mitarbeiter nach Hause geschickt. So, und nun hat Quint keine Ahnung was er mit seiner Zeit anfangen soll. Eine Weile versucht er zu arbeiten, dann tut er sich selbst leid und schliesslich will er doch das Angebot seiner Mitbewohnerin und besten Freundin annehmen und sich mit ihr und gemeinsamen Freunden treffen.

Doch jetzt erfährt Quint erst wie seine Freunde eigentlich über ihn denken, was sie von ihm halten. Und Quint begreift wie viel er durch sein Streben nach immer mehr eigentlich verloren hat. Am Ende ist er allein. Gut, nicht ganz. Denn ausgerechnet in diesem Pub läuft er Rob über den Weg. Und der nimmt sich seiner an ……

Humbug hat einen großen Makel – die Geschichte ist viel zu kurz. Daraus hätte man wirklich einen tollen Roman zaubern können. Die Story ist an die Weihnachtsgeschichte von Dickens angelehnt, wenn auch nicht ‘fantastisch’. Die Autorin kann wirklich toll erzählen und es hat Spass gemacht in Quint’s Welt einzutauchen. Alle Akteure – Haupt- wie auch Nebenprotagonisten – sind trotz der Kürze wirklich gut gezeichnet und beschrieben. Sehr schade, dass es von dieser Autorin so wenig zu lesen gibt.

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