Across the Pound – RJ Scott & V.L. Locey

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Verlag: Love Lane Books
VÖ: 11/2019
Genre: Contemporary / Sport Romance
Seitenanzahl/Print: 240
Serie: Arizona Raptors (2)

Meine Bewertung:
4 von 5 Regenbögen

Die Arizona Raptors brauchen dringend ein besseres Image.  Nicht nur, dass ihre Leistungen ausbaufähig sind, auch die Eskapaden von Spielern rücken das Team in der Öffentlichkeit in ein schlechtes Licht. Jason, einer der Besitzer, bittet seinen Studienfreund Sebastian um Hilfe. Und der Brite kommt nach Arizona. Sebastian ist auch vorbereitet; hat jede Menge Ideen im Kopf. Die Raptors brauchen ein freundliches Gesicht, das verlorenen Boden wieder gut macht. Und dieses Gesicht soll der junge Spieler Alejandro Garcia sein. Dieser ist nicht nur jung, talentiert und gutaussehend ... nein, er ist vertritt auch als Hispanic eine Minderheit.

Alejandro, den jedoch alle nur Alex nennen, ist von diesen Ideen nur wenig begeistert. Und eigentlich hat er weder Nerven noch Lust um sich diesem Projekt und Medienrummel zu stellen. Noch immer liegt sein Freund Henry im Krankenhaus und kämpft sich zurück in ein normales Leben. Gleichzeitig beginnt eine andere Bürde, ein Geheimnis, sein Leben immer mehr zu belasten. Alex ist schwul, aber nicht willens diesen Umstand mit jemanden zu teilen. Schon gar nicht mit seiner Familie, die ganz andere Erwartungen an ihn. Doch Alex fühlt sich von diesen Erwartungen und dem Druck immer mehr belastet. Da hilft es auch nicht, dass er sich auch noch zu diesem Briten hingezogen fühlt, der ihm völlig den Kopf verdreht.

Während Sebastian eher gelassen, überlegend und abwartend erscheint, gehen mit Alex schon gelegentlich die Gäule mit ihm durch. Das mag seiner Jugend, aber auch seiner Überforderung geschuldet sein. Die Erwartungen sind wirklich hoch und auch der eigene Anspruch hilft jetzt nicht, etwas ruhiger die Probleme anzugehen  und zu lösen. Alex hat nicht nur die Erwartungshaltung seiner Eltern und Verwandten im Genick, sondern er macht sich auch selbst das Leben schwer. Versagen - kommt für Alex nicht in Frage.

Bislang hätte Alex sich aber auch nicht getraut seinen Bedürfnissen nachzugeben. Erst mit dem Auftauchen von Sebastian zerbricht etwas in ihm. Er will das, was auch sein Freund Ryker hat. Und gleichzeitig weiß Alex, dass er mit einem Coming Out nicht nur seine Karriere auf Spiel setzt, sondern auch Gefahr läuft, von der sehr gläubigen und traditionellen Familie verstoßen zu werden.

Sebastian gefiel mir sehr gut. Durch seine Reife und Lebenserfahrung bringt er auch etwas Ruhe in die Geschichte. Alex hingegen ist wie eine Zeitbombe. Man fürchtet ständig, dass er hochgeht, etwas Unüberlegtes tut oder sagt. Gleichzeitig ist er auch wie ein Welpe, dem man einfach nicht böse sein kann.

An sich hat mir die Geschichte gut gefallen und das Autorinnenduo hat die Emanzipation und auch das Erwachsenwerden von Alejandro wirklich gut eingefangen und beschrieben. Trotzdem hat für mich der letzte, kleine Funke gefehlt. Dennoch eine solide Geschichte, die neben Romantik auch viel Humor und noch mehr Freundschaft beinhaltet.

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