Das Flüstern der Zukunft – Heidi Cullinan

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Verlag: Cursed Verlag
VÖ: 09/2018
Genre: New Adult 
Seitenanzahl/Print: 250
Serie: The Roosevelt (2)

Meine Bewertung:
5 von 5 Regenbögen

The Roosevelt ist ein sicherer Hafen für Emmet und Jeremey. Doch die Existenz dieses Ortes ist in Gefahr. Und das löst natürlich auch Ängste und Sorgen bei den fragilen und sensiblen Bewohnern der Einrichtung aus. Obwohl Jeremey mit seinem Emmet glücklich ist, beginnt seine Depression wieder ihre Klauen in ihn zu schlagen. Er spürt die Dunkelheit immer stärker und hat Angst, dass Emmet sich am Ende von ihm abwenden könnte.

Doch nichts liegt Emmet ferner. Er will helfen und versucht verzweifelt seinen Freund wieder glücklich zu machen. Doch auch wenn Emmett sein eigenes Leben ganz gut im Griff hat, bringt ihn sein Autismus immer wieder an gewisse Grenzen. Doch Emmet ist ein Kämpfer und will mit allen Mitteln ihr Umfeld so erhalten wie es ist. Doch eine anstehende Gesetzesänderung bedroht Einrichtungen wie das Roosevelt und Menschen mit psychischen Einschränkungen sollen ihre Selbstbestimmung endgültig verlieren.

Emmet ist und bleibt mein Held. Trotz seiner Ticks und seiner Erkrankung versucht er ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu führen. Dabei strauchelt und fällt er. Und doch steht er immer wieder auf und lernt. Wenn Emmet erst einen Plan hat, dann kann ihn kaum etwas stoppen. Selbst mit Lokal- und Landespolitiker nimmt er es auf. Denn Emmet sorgt sich um seine Gemeinschaft, aber vor allem um Jeremey, den er unbedingt heiraten will.

Auch Jeremey geht dem Leser ans Herz. Obwohl er schon länger mit Emmet zusammen ist, lernt er noch immer und er hat sich wirklich großartig auf Emmets Bedürfnisse eingestellt. Doch mit der Zeit brechen alte Regeln auf und es kommt zum Beispiel zum Händchen halten oder anderen körperlichen Berührungen, die bei Emmet immer ein gewisses Unbehagen ausgelöst haben. Sie haben auch eine gemeinsame Sprache gefunden, wenn Emmet eben nicht sprechen kann oder will. Diese Entwicklungen waren für mich sehr spannend und berührend zu lesen.

Die Geschichte ist wunderbar erzählt und übersetzt. Sie lebt vor allem durch den Helden Emmet, der einfach bezaubernd, mitreissend und bewundernswert ist. Bewundernswert sind aber auch seine Eltern und Menschen in seinem Umfeld, die ihn bei seinen Vorhaben unterstützen. Auch diese Geschichte hat mir - schon wie der Vorgänger - wieder einmal die Augen für die Bedürfnisse und Leben Menschen mit psychischen, aber auch körperlichen Beeinträchtigungen geöffnet.

Heidi Cullinan hat gewiss viel Zeit mit Recherche verbracht und diese Geschichte ist einfach nur fesselnd und berührend. So manche Träne musste vergossen werden, denn den Helden werden viele Steine in den Weg gelegt, ihre Krankheiten machen ihnen das Leben schwer und oft ist es Mühsam Hoffnung und Zuversicht aufrechtzuerhalten.

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