Don’t Judge – A.E. Via

Seit drei Jahren ist Detective Austin Michaels nun Teil von God und Days Einheit. Die beiden Lieutenants haben ihre Leute und und einander fest im Griff. Sie sind noch immer Partner im Job und im Privatleben. Austin hingegen ist Single und fühlt sich von den vielen Paaren oft ein wenig überfordert. Und manchmal fühlt er sich auch sehr einsam, selbst wenn ihre Einheit eine große Gemeinschaft ist, die für einander da ist und deren Mitglieder sich einfach sorgen. Als ein Zugriff mißlingt und Austin den Verdächtigen ‘verliert’, ist Austin erst recht niedergeschlagen. Dazu kommt noch sein angespanntes Verhältnis zu seinem Vater – selbst ein hoher Polizeioffizier, der sich eigentlich eine bessere Karriere für seinen Sohn erhofft hat.

God braucht diesen Verdächtigen und er bittet seinen alten Freund Judge Josephson um Hilfe. Der Kopfgeldjäger ist ihm noch einen Gefallen schuldig und ziemlich erfolgreich. Und für gewöhnlich arbeitet Judge alleine. Doch dieses Mal muss er mit einem Detective zusammenarbeiten. Ausgerechnet der gutaussehende Austin soll ihn und Judges Hund Bookem begleiten. Judge, der ewig schon alleine arbeitet und auch keinen Partner will, ist entsprechend gelaunt. Er blockt jedes private Gespräch ab und hält Austin auf Distanz. Es spielt dabei keine Rolle, dass der Bulle extrem anziehend ist.

Austin weiss erst nicht was er von Judge halten soll. Judge ist kompetent, strukturiert und weiss was er tut. Aber er lässt Austin genau spüren, dass er ihn nicht braucht und dass er diese Partnerschaft auch nicht will. Judge hat jedoch nicht mit Austins Hartnäckigkeit gerechnet. Und auch nicht mit der Hass-Liebe, die sich schon sehr bald zwischen ihnen entwickelt.

Judge und Austin sind zwei interessante Protagonisten, die von A.E. Via auf eine aufreibende Jagd geschickt werden. Zwar nimmt dieses Mal der Crime-Anteil einen etwas höheren Stellenwert ein, doch Fokus liegt auf der Entwicklung der Hauptprotagonisten und ihr Verhältnis zueinander. Die Figur des Austin Michaels hat mich dabei wirklich überrascht. Er wird ja im dritten Teil der Serie eingeführt und eigentlich hatte ich das Gefühl er wäre cool, gelassen und in sich ruhend. Doch weit gefehlt. Austin ist ein Pulverfass auf zwei Beinen. Er sieht nicht nur höllisch gut aus, er ist auch extrem heißblütig und temperamentvoll. Zu oft geht die Zunge mit ihm durch und er handelt impulsiv.

Judge hingegen ist ein cooler, abgeklärter Typ. Er hat schon viel erlebt und auch erleiden müssen. Der Kopfgeldjäger ist etwas älter als Austin und hat gute Gründe keinen Partner zu wollen. Weder privat, noch beruflich. Und doch beginnt er während seiner Zeit mit Austin seine eigenen Regeln zu hinterfragen und auch zu brechen. Zwar gehört Judge zur ruppigen Sorte, doch er und Austin schenken sich gleichermaßen nichts. Der heimliche Held des Buches ist sowieso Bookem, der Hund. Der schliesst sofort mit Austin Freundschaft und Austin mag dieses riesige Viech, das allen anderen eher Angst einjagt.

Mir hat diese Geschichte wieder sehr gut gefallen und ich möchte noch das Cover besonders hervorheben. Das passt nämlich wunderbar zu den Protagonisten. Normalerweise finde ich haarige Männer nicht sehr anziehend. Aber zu Judge passt es großartig und die Optik auf dem Cover entsprach auch meiner Vorstellung von Judge und Austin. Natürlich gibt es auch hier wieder ein Wiedersehen mit den Helden der anderen Teile und auch Gen und Curtis haben einen kurzen Auftritt. Jetzt bin ich schon sehr gespannt mit welchem Pairing Frau Via im fünften Teil überraschen wird.

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