Dream – Garrett Leigh

Findet man ausgerechnet in einem Sexclub die Liebe? Eher nicht. Aber Dylan sucht auch gar nicht danach. Er sucht nur Sex, Lust und Zerstreuung. Mit der Liebe hatte er bislang nicht soviel Glück. In den besten Freund verliebt zu sein, das ist nicht gut. Schon gar nicht, wenn dieser auch noch eine Freundin hat und in dieser Beziehung glücklich ist. Also sucht Dylan das Abenteuer im Lovato’s. Und dort wird er auch fündig. Doch alles ist anonym und er hat keine Ahnung auf wen er sich eigentlich eingelassen hat. Und wenn es nur für einen sinnlichen Moment war.

Angelo Giordano ist zurück in seiner Heimat und versucht irgendwie das Familiengeschäft am Leben zu halten, auch wenn es kaum noch Hoffnung gibt. Doch sein Vater hat das Geschäft in den Ruin getrieben und Angelos Mutter will sich mit den Tatsachen nicht beschäftigen; steht zudem unter dem Einfluss der Verwandtschaft. Dabei hat Angelo auch noch ganz andere Sorgen. Die Karriere als Tänzer musste er aufgeben, seine Krankheit hält ihn eisern im Griff und zudem ist er selbst durch die hohen Behandlungskosten verschuldet.

Bei der Schuldnerberatung der Region trifft er dann auf Dylan, der ihm helfen soll. Dylan ist kein Unbekannter, auch wenn dieser ihn nicht erkennt. Denn bei ihrem gemeinsamen Sexabenteuer hat Dyan eine Augenbinde getragen. Doch Angelo gibt sich zu erkennen, auch wenn er es auch gleich wieder bereut. Für solche Spielchen fehlt ihm auch die Zeit. Doch es bleibt auch nicht aus, dass Dylan und Angelo sich wiedersehen – immerhin wohnen sie im gleichen Ort. Dylan und Angelo haben beiden Probleme und versuchen irgendwie einen Neuanfang, der sich jedoch sehr holprig gestaltet

Angelo ist ein sehr kantiger Charakter, der scheinbar alles verloren hat und dem seine Krankheit extrem zu schaffen macht. Er leidet an dem Chronic Fatigue Syndrome. Eine schwere, neuroimmunologische Erkrankung, die bislang kaum erforscht ist und für die es auch keine Heilung (bis dato) gibt. Der körperliche Verfall wird von Garrett Leigh sehr gut beschrieben, aber auch die mentalen Folgen seiner Krankheit. Diese sind auch immer wieder Ursachen für Mißverständnisse mit Dylan, aber wohl auch mit seiner Mutter.

Dylan ist selbst in einer schwierigen Lebenssituation und reagiert oft unwirsch, ruppig und beleidigt. Aber er begreift auch nur langsam welche Schwierigkeiten diese Krankheit mit sich bringt und dass er Angelo gegenüber viel Geduld und auch Verständnis aufbringen muss.

Trotz der harten Lebensumstände, ist es eine tolle Geschichte. Ich mochte beide Helden von der ersten Seite an. Ich glaube nicht, dass ich schon einmal so ein kinky Buch der Autorin gelesen habe. Manchmal hatte ich mit ihren Formulierungen etwas Probleme, aber insgesamt konnte ich das Original sehr gut verstehen. Die Hintergrundgeschichte ist jetzt erstmal etwas düster und problembehaftet. Trotzdem sollte man der Story eine Chance geben. Ich fand es wirklich großartig wie Angelo und Dylan sich gefunden haben und auch gelernt haben mit ihren Probleme umzugehen. Wie sie sich dann doch einer gemeinsamen Zukunft geöffnet und Schritt für Schritt ihre Beziehung gefestigt haben.

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