Ex Meridian – A.E. Via

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Verlag: Via Star Wings Publishing
VÖ: 02/2020
Genre: Contemporary
Seitenanzahl/Print: 237
Serie: Nothing Special (7)

Meine Bewertung:
4.5 von 5 Regenbögen

In Atlanta stehen die Dinge nicht gut. God und sein Team bemühen sich nach Kräften die Strassen sauber zu halten, doch immer wieder müssen sie Verdächtige laufen lassen. Die steigende Gewalt und der Tod Unschuldiger frustriert die Lieutenants und ihre Männer zusehend. Doch gegen Gerichte und Staatsanwälte sind selbst sie machtlos - egal wie gut vernetzt sie sind. Gleichzeitig scheint sich noch etwas anderes in ihrer Stadt zu tun und God und Day fühlen sich zusehends beobachtet.

Und tatsächlich stehen God und Day, aber auch ihre Männer im Fokus zweier sehr gefährlicher Männer. Ex und Meridian wollen ebenfalls wissen, wieso Drogenhändler, Mörder und andere Kriminelle in Atlanta sich so leicht dem Griff der Polizei entziehen können. Ein tragischer Schicksalsschlag hat sie nach Atlanta geführt, denn Ex' junger Bruder wurde unschuldiges Opfer des anhaltenden Drogenkriegs. Und Ex sinnt auf Rache. Irgendwer wird für diese Tat büßen müssen. Und der Agent ist nicht nur technisch versiert, gut vernetzt und ausgebildet. Er ist auch völlig gefühlskalt und weiß genau was er tut. Genauso wie sein Partner Meridian, der ihm wie in stummer, dunkler Schatten folgt.

Ex und Meridian sind sehr undurchsichtige Charaktere, denen es im ersten  Blick tatsächlich an Gefühlen mangelt. Doch das wäre zu oberflächlich betrachtet, denn für ihren Job mussten sie ihre alten Leben hinter sich lassen und sich am Ende neu erfinden. Die Arbeit für die Regierung hat ihre Spuren hinterlassen und offiziell sind die beiden Männer ja auch tot. Am Ende haben sie nur noch sich und sie vertrauen dem jeweils anderen bedingungslos.

Doch nicht jedes Gefühl ist in ihnen abgestorben. Der Tod von Ex' Bruder trifft auch Meridian und er steht stoisch an Ex' Seite. Jedoch wird es immer schwieriger die nötige, emotionale Distanz zu Ex zu wahren. Killer haben kein Privat- oder Liebesleben. Doch ganz tief in ihnen drinnen, sehen sie sich nach etwas Geborgenheit und Halt.

Wie immer ist die Geschichte sehr solide und routiniert geschrieben. Mir gefiel auch die Handlung an sich und der Spannungsbogen war wirklich gut ausgearbeitet. Leider fehlt im siebten Teil der Reihe die typische Leichtigkeit. Natürlich gibt es witzige und amüsante Szenen zwischen God und seinen Männern. Aber die Grundstimmung ist viel düsterer und auch traurig. Ex und Meridian wirken erst sehr kalt und abgebrüht. Und doch steckt hinter ihrem schützenden Panzer ein mitfühlendes und auch leidendes Wesen. Das macht die Helden durchaus glaubwürdig und ihre Handlungen auch nachvollziehbar.

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