Game Changer – Rachel Reid

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VÖ: 10/2018
Genre: Contemporary 
Seitenanzahl/Print: 334
Serie:
Game Changers (1)

Meine Bewertung:
5 von 5 Regenbögen

Scott Hunter ist voll und ganz Profi. Er weiß was von ihm erwartet wird und vor allem, wie er sein Privatleben von seinem Job zu trennen hat. Denn Scott ist Eishockeyspieler, Captain bei den New York Admirals. Aber Scott ist auch schwul und ungeoutet. Ausleben kann er seine Sexualität nur im Sommer, wenn Spielpause ist und er sich fern der Heimat aufhält. Doch egal wie erfolgreich er ist und wieviel Geld er schon verdient hat - es ist ein einsames Leben, das er gern mit jemand teilen würde. Doch ein Outing ist für Scott undenkbar.

Kip Grady hingegen hängt irgendwie in einer Schleife fest. Mit seinem Abschluss kann er nicht viel machen und so verdient er sich sein Geld als Barrista in einem Laden, der Fruchtsäfte herstellt und verkauft. Nicht sein Traumjob. Aber seine Bewerbungen bei Museen laufen ins Leere - zu wenig qualifiziert. So lebt Kip eben noch bei seinen Eltern, die ihn unterstützen und hinter ihm stehen. Doch das kann nicht alles sein, nicht wahr?

Und dann trifft Kip auf Scott, als dieser eines Tages in seinem Shop auftaucht. Und Scott kommt immer wieder; behauptet, dass ihm die Smoothies Glück bringen. Kip ist geschmeichelt, macht sich aber keine Hoffnungen. Und auch Scott weiss, dass es lächerlich ist. Er kann hier nicht flirten oder daten. Sein Leben würde in sich zusammenbrechen und seine Karriere wäre zu Ende, sollten seinen Neigungen ans Tageslicht kommen.

Aber Kip und Scott können nicht voneinander lassen, auch wenn eine öffentliche Beziehung mit allen Konsequenzen nicht möglich ist. Kip tritt in den Hintergrund, zeigt Verständnis und lebt das Leben im Verborgenen. Mit Scotts Großzügigkeit kann er jedoch nur schwer umgehen und langsam beginnt Kip zu vereinsamen. Und in seiner Einsamkeit beginnt er natürlich diese Beziehung zu hinterfragen. Scott hingegen weiß genau was er von Kip verlangt und er fühlt sich dabei natürlich schlecht.

Mir gefiel die Geschichte sehr gut. Denn es ist nicht alles eitel Sonnenschein und nach dem Hoch, kommt auch der Fall. Die Situation funktioniert nur für eine Weile. Doch Scott und Kip spüren, dass diese Geheimniskrämerei sie auf Dauer nicht glücklich machen wird. Und obwohl Scott erst der Stärkere zu sein scheint, ist es dann doch eher Kip der Charakterstärke und Selbstbewusstsein an den Tag legt. Seine Entscheidungen, aber auch das Wechselbad der Gefühle und sein wachsender Frust sind absolut nachvollziehbar und verständlich.

Auch wenn man als Leser natürlich auch Scotts Ängste und Sorgen nachvollziehen kann. Im Profisport outet man sich nicht. Die Karriere wäre zu Ende und mit dem nachfolgenden medialen Sturm kann nicht jeder umgehen. Schon gar nicht in so harten Sportarten wie Eishockey oder Football.

Sehr schöne Geschichte mit sympathischen Helden und interessanten Nebenakteuren.

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