Im Alleingang – Avon Gale

Der junge Lane Courtnall wird von seinen Mannschaftskollegen gehasst und im Spiel ignoriert. Dabei gilt der Kanadier mit dem losen Mundwerk als großes Talent und er weiß auch um seine Qualitäten auf dem Eis. Leider hat er seine Zunge nicht so gut im Zaum und sie scheint auch nur selten mit seinem Gehirn zu korrespondieren. Bei einem Spiel fordert er ausgerechnet einen alten Hase im Eishockeyzirkus – den Enforcer Jared Shore – heraus und wird von diesem in die Schranken gewiesen. Doch es bleibt nicht bei dieser Begegnung auf dem Eis.

Jared nähert sich dem Ende seiner Karriere. In die NFL hat er es nie geschafft und sich auch nie etwas Bleibendes gesucht, da er immer wieder in anderen Teams gespielt hat. Lane fasziniert ihn. Seine Spielweise, sein Talent und sein Aussehen. Und auch irgendwie sein verschrobenes Wesen, das nicht ganz leicht zu durchschauen ist. Jared erkennt die Signale sehr schnell, die Lane aussendet und weiß aber auch, dass eine Affäre mit dem Gegner keine gute Idee ist. Aber was wäre das Leben ohne Risiko und Aufregung?

Über Eishockey weiß ich leider nur wenig, auch wenn ich diese Geschichten sehr gerne mag. Avon Gale gibt aber schon im Vorwort eine sehr gute Erklärung über das System in den USA und Canada. Das ist echt sehr hilfreich.

Lane und Jared sind sehr unterschiedlich. Während Lane oft sehr naiv (erschreckend naiv) daherkommt, ist Jared längst gereift und abgebrüht. Er weiss genau, dass seine Karriere sich dem Ende nähert, aber im Laufe seiner Bekanntschaft und später Beziehung mit Lane, läuft er noch einmal in Hochform auf.

Lane hingegen sucht seinen Weg noch. Dieses Jahr im Süden der USA bringt Lane viel. Erfahrung, neue Freundschaften und eben die Beziehung zu Jared, die ihn erdet und für ihn richtungsweisend wird, ohne dass er sich darin verliert. Mir gefiel die Geschichte sehr gut. Die Helden sind sehr lebendig beschrieben und Avon Gale hat viele interessante Nebencharaktere aufgeboten. Leider habe ich Lane nicht ganz verstanden.

Ist er nun nur naiv, oder auch ein bisschen doof? Mehr als einmal habe ich zu Letzterem tendiert. Jared hingegen war toll. Ein wenig grantig und grummelig, aber nie unmöglich oder nervig. Etwas irritiert hat mich jedoch der Stil wie die Autorin mit den Sexszenen angelegt hat. Irgendwie hatte man immer wieder das Gefühl, dass es Avon Gale entweder langweilig oder peinlich ist weiterzuschreiben und so eben die Angelegenheit immer sehr schnell abgehandelt oder überschrieben hat. Das hat der Geschichte etwas den Zauber genommen.

Trotzdem habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und werde diese Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen. Eine weitere Meinung dazu gibt es bei Gabi von Laberladen nachzulesen. <klicky>

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.