Lone Wolf – Anna Martin

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Verlag: Dreamspinner
VÖ: 10/2018
Genre: Paranormal
Seitenanzahl/Print: 230

Meine Bewertung:
4 von 5 Regenbögen

Der Werwolf Jackson Lewis mag es gern ruhig und abgeschieden. Und so lebt er auch. Fern ab von der Stadt hat er sich ein Haus gekauft und betreibt dort eine Mikrobrauerei, die inzwischen ziemlich erfolgreich ist. Seinen Seelengefährten zu finden, steht nicht weit oben auf seiner Agenda. Doch ausgerechnet er, der nicht sucht, der findet. In einem Krankenhaus läuft er Leo Gallagher über den Weg, der sich als sein Seelengefährte herausstellt. Doch die Sache hat einen Haken. Leo ist ein Mensch und Jackson ist nicht schwul. Nicht einmal bisexuell und Menschen und Werwölfe mischen sich nicht!

Auch Leo ist nicht besonders begeistert. Er lebt mit einem Werwolf zusammen und hat eine gewisse Ahnung von der Werwolfkultur. Jackson jedoch erscheint ihm ziemlich rüde und wenig mit ihm kompartibel. Dennoch drückt er ihm seine Visitenkarte in die Hand, ehe sie sich wieder trennen. Und Leo scheint recht zu behalten, denn es braucht Zeit bis Jackson sich bei ihm meldet und sie sich langsam annähern und kennenlernen.  Doch die kulturellen Unterschieden wiegen schwer und der Umstand, dass Jackson eben sich nicht zu Männern hingezogen fühlt, scheint das Konzept der Seelengefährten-Sache irgendwie ad absurdum führen.

Während Leo ziemlich cool und sehr sympathisch ist, muss man sich mit dem distanzierten Jackson erst anfreunden. Der hält nicht nur seinen Gefährten auf Abstand, sondern auch seine Familie. Das ist eher untypisch und hat doch einen Grund, der erst im Laufe der Geschichte gelüftet wird. Für den Leser jedoch nicht ganz nachvollziehbar.

Nachvollziehbar hingegen ist die langsame Annäherung zwischen Leo und Jackson. Dahingehend ist die Geschichte überzeugend, denn zwischen den Helden scheinen sich wirklich Berge aufzutürmen, die nicht so leicht zu überwinden sind. Zudem gibt es gewisse Gruppierungen, die es gar nicht gern sehen, wenn sich Werwölfe und Menschen näher kommen, oder gar verbinden.

Der Crime-Aspekt tut der Geschichte gut, da er etwa Spannung in die ganze Sache bringt. Oft gibt es längere Zeitsprünge, ehe es zwischen Leo und Jackson wieder vorangeht. Das ist manchmal ein wenig lähmend, weil man sich eben etwas mehr Spannung und Interaktion zwischen den Helden wünscht.

Dennoch, eine solide Geschichte, die durchaus ihre Höhepunkte hatte. Jedoch fehlt es ihr ein wenig an Inspiration, Witz und Romantik. Denn dieser Aspekt kommt für mich ein wenig zu kurz, auch wenn sie natürlich ihre Gefühle für sich entdecken.

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