Open Net – V.L. Locey

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VÖ: 08/2017
Genre: Contemporary / Sport Romance
Seitenanzahl/Print: 200
Serie: Cayuga Cougars (2)

Meine Bewertung:
4.5 von 5 Regenbögen

Beruflich gesehen ist der junge Goalie August Miles angekommen. Sein Platz im Team ist ihm sicher und er gilt als großes Talent. Auch an Freunden mangelt es ihn nicht. Aber August hätte gern mehr. Und er würde gern auch einen Menschen an seiner Seite haben. Seine Schwärmerei für Mario war ja nur oberflächlich und er freut sich natürlich für seinen älteren Freund und dessen Partnerin Lila, die August sehr schätzt. Auf einer Party lernt er dann jedoch Sal kennen. Und der Mann geht ihm sehr schnell unter die Haut.

Im Gegensatz zu Augie ist sich Salvatore Castenada sehr sicher. Er ist um fünfzehn Jahre älter als Augie, lebt offen schwul und arbeitet in einem Krankenhaus. Mit seiner Familie hat er ein herzliches Verhältnis und an Freunden an und sozialen Kontakten mangelt es ihm nicht. Aber Sal ist nicht gesund. In sehr jungen Jahren hat er sich mit HIV infiziert und lebt seither ein Leben in ständiger Unsicherheit und Vorsicht. Die Diagnose ist natürlich fast immer ein KO-Kriterium für eine Beziehung, egal wie vorsichtig Sal ist und wie sehr er auf sich und seinen möglichen Partner achtet.

Für Augie ist Salvatores Geständnis ein Schock. Damit muss er sich erst auseinandersetzen und sich informieren. Doch dann wagt er den Sprung ins kalte Wasser. Er will Sal und sich eine Chance geben. Auch er will dieses Stück vom Glück haben. Dabei wird seine enge Freundschaft mit Mario jedoch auf eine harte Probe gestellt. Denn Mario ist gegen diese Beziehung und will August lieber erst sein jungen Leben erkunden sehen. Das führt zu Spannungen. Aber auch Augies Familie ist ein Problem. Denn seine älteren Adoptiveltern wissen nichts von seiner Neigung und August will sie nicht verlieren oder verletzen. Und dann schlagen plötzlich auch noch gesundheitlichen Probleme bei Salvatore zu. Für August kaum zu ertragen!

August erwischt es hier wirklich knüppeldick. Nicht nur, dass er sich endlich zu seiner Sexualität irgendwie bekennen muss, auch die Konfrontation mit den Eltern ist für ihn schwierig. Seine 'Qual' ist absolut nachvollziehbar und man leidet mit ihm mit, als auch noch die Freundschaft mit Mario plötzlich so arg auf dem Prüfstand steht. Man kann Marios Argumentationen durchaus folgen und seine Bedenken verstehen, dennoch bekommt er in dieser Geschichte eher die Rolle des Badboys zugeschoben.

Eine richtig schöne Geschichte, die echt unter die Haut geht. Es gibt viel Drama und Freundschaften geraten ins Wanken. Doch es gibt natürlich ein Happy End und diese Reihe macht wirklich Lust auf mehr.

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