Playing With Fate – Ava Thorpe

Der talentierte Eishockey-Spieler Carter Welling hat einen Job bei den Admirals in Ottawa ergattert und will diesen natürlich auch behalten. Allerdings hat er auch einen jungen Hund, den er aber nicht adäquat betreuen kann. Also engagiert er über eine Agentur einen Dog-Walker. Eines Tages findet er jedoch einen Fremden in seiner Wohnung vor, der ihn vom ersten Moment an fasziniert.

Dog-Walker Luke hat mit Eishockey nicht viel am Hut und kennt den aufstrebenden Jungstar auch nicht. Doch er ist für dessen Hund Puck zuständig, nachdem ein Personalengpass eingetreten ist. Luke und Carter freunden sich mit der Zeit an und beginnen Anteil am Leben des anderen zu nehmen. So kämpft Luke gegen die Erwartungen der Eltern an, die von ihm erwarten in die Fußstapfen seiner männlichen Vorfahren zu treten. Anwalt soll er werden. Doch Lukes Herz schlägt für die Musik und viel lieber würde er diese machen und auch unterrichten.

Carter hingegen plagen ebenfalls Sorgen, die seine Zukunft betreffen. Er muss unbedingt sein Level halten, sonst muss er das Team wieder verlassen und in einem kleineren, unwichtigem Team spielen. Das will er auf gar keinen Fall. Und dann kommt auch noch diese Sache mit Luke so ungebeten in sein Leben. Nie zuvor hat er für einen Mann etwas empfunden. Doch Luke wird immer wichtiger für ihn und ein Kuss verändert plötzlich alles.

Schon länger bin ich um dieses Buch herumgeschlichen. Und endlich habe ich es gelesen. Die Protagonisten sind wirklich toll und verhalten sich ihrem Alter und ihrer Vorgeschichte entsprechend nachvollziehbar. Vor allem Carter kämpft mit den Gefühlen, Sehnsüchten und Erwartungen. Aber auch Ängste tauchen immer wieder auf und er weiß genau, dass er sich als Sportler niemals outen kann. Zumindest nicht in seiner aktiven Zeit.

Bei Luke kommt ein anderer Druck zum Tragen. Eben die Erwartungshaltung seiner Eltern. Sie sind jetzt nicht böse oder so. Sie wollen einfach nur das Beste für ihr Kind und erkennen aber gar nicht seine wahren Talente und Träume. Die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn die Helden noch jung sind und es ihnen noch an Lebenserfahrung und Reife fehlt. Aber sie sind sympathisch und es hat mir wirklich Spass gemacht. Ihre Probleme sind jetzt nicht künstlich herbeigeführt, sondern ergeben sich einfach aus ihrem Alltag heraus. Und dass Carter schon mal die Nerven verliert und übereilte Handlungen setzt, das ist ebenfalls nachvollziehbar – angesichts des Drucks, unter dem er steht.

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