Schloss und Schlüssel – Z. Allora

Als Zack Davies dem anziehenden Andrew Nikeman begegnet, ist es um ihn geschehen. Er könnte der Mann sein, der Zacks Träumen erfüllt und Sehnsüchte befriedigt. Träume und Wünsche, die er immer für sich behält und sie mit niemanden zu teilen vermag. Doch Andrew zieht eine Grenze. Auch wenn er Zack mag, ihn schätzt und sich schnell mit ihm anfreundet. Aber ihre Brüder sind zusammen und dieses Glück will Andrew nicht gefährden. Außerdem ist Zack viel zu jung und unerfahren. Er soll erst seine Erfahrungen machen und dabei vielleicht einen passenderen Partner finden.

Zack und Andrew machen es sich in weiterer Folge nicht leicht. Aber sie müssen irgendwie miteinander klarkommen, da sie gemeinsam mit der Rockgruppe von Zacks Bruder immer wieder auf Tour sind. Und da kann man sich nur schwer aus dem Weg gehen. Doch Zack geht auch seinen eigenen Pfad. Wenn er schon nicht Andrews Sub und Geliebter sein kann, dann will er sich als Dom beweisen und lernen ein guter Dom zu werden – selbst wenn er seine Sehnsüchte tief in sich vergräbt. Denn nach einem traumatischen Erlebnis mit einem anderen Dom ist für ihn klar, dass er sich nur Andrew unterwerfen könnte. Doch der will ihn ja nicht ……

Diese BDSM Geschichte lässt mich ein wenig ratlos zurück. Dass Zack zwar als Dom agiert, aber eher submissive Bedürfnisse hat, war für mich jetzt kein Problem Ich hatte wirklich Schwierigkeiten mit den Helden Andrew und Zack warm zu werden. Ersterer war mir zu distanziert und unverständlich, Zweiterer einfach halt sehr jung und entsprechend unreif. Die Kombination hat für mich leider nicht funktioniert und es hat echt eine Weile gedauert, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Was jedoch den Lesefluss – für mich – ganz massiv gestört hat, waren gewisse Phrasen (gedacht), die sich gebetsmühlenartig wiederholt haben. Das war wirklich so anstrengend und nervig.

Für beide Helden und ihre Sichtweisen konnte ich ja Verständnis aufbringen. Allerdings haben sie es immer wieder geschafft sich mit ihrem Verhalten oder ihrer Nichtkommunikation irgendwie auf die Nerven zu gehen. Ihr Umfeld hingegen war wirklich toll beschrieben. Ich mochte Zacks Brüder sehr gern und auch Andrews Bruder war ein sehr angenehmer Nebenakteur. Aber immer wieder war mir die Geschichte zu dünn und zu vage.

Inzwischen habe ich auch den Grund gefunden, wieso ich ständig das Gefühl hatte, dass mir Hintergrundwissen fehlt. Diese Reihe knüpft an eine andere Reihe an. Und deren Protagonisten hüpfen auch in dieser Geschichte herum. Kein Wunder dass mir das etwas zu viele Protagonisten/Akteure waren, die für mich nur schwer zuzuordnen waren.

Der BDSM Anteil der Geschichte hingegen war sehr gut beschrieben. Mir gefiel das Konzept des Lernens und des Mentorings in dem Club, den Zack aufsucht. Auch die Dynamik zwischen den Doms und den Sub war sehr angenehm und nett zu lesen. Die Sexszenen bzw. die Sessions waren sehr intensiv und gut beschrieben. Das hat das Buch für mich noch gerettet.

Andere Szenen und Begebenheiten haben mir jedoch die Augenbrauen in ungeahnte Höhen getrieben und gelegentlich kam mir ein WTF? über die Lippen. Ab der Hälfte kam ich mit der Geschichte und den Helden dann auch besser zurecht. Aber hätte ich gewusst, dass es da noch eine Vorgeschichte in Form einer andere Serie gibt, dann hätte ich erst diese Reihe gelesen. Das ‚Nichtwissen‘ hat mir doch etwas den Spass und die Lesefreude genommen.

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