Splinter – E. Davies

Deen Jayse muss weg. Zumindest meint sein Manager, dass sich sein Schützling eine Weile aus der Öffentlichkeit zurückziehen sollte. Den letzten Skandal konnte er eben noch irgendwie vertuschen. Und Deen braucht eine Auszeit, bevor er wieder auf Tour muss, denn Deen ist ein gefeierter Rockstar und die Fans wollen bei Laune gehalten werden. Also reist Deen in die Wildnis um dort vom Radar der Öffentlichkeit zu verschwinden. Gleichzeitig will er auch die Möglichkeit nutzen und seinen Fans die Schönheit der Natur näher zu bringen.

Ranger Nico soll auf den Musiker aufpassen und stellt schnell fest, dass das eine ziemlich anstrengende Aufgabe werden könnte. Außerdem treibt im Park ein Feuerteufel sein Unwesen und Nico und seine Kollegen haben wirklich andere Sorgen. Doch da muss Nico jetzt durch und die Zähne zusammenbeißen. Immerhin soll Deen ja nur einige Wochen hier in der Wildnis bleiben und sich mit der Kargheit seiner Unterbringung auseinandersetzen müssen.

Die Geschichte ist ziemlich vorhersehbar und doch recht amüsant zu lesen. Nico und Deen sind sehr sympathisch und wachsen dem Leser schnell ans Herz. Dabei ist Nico der Geheimniskrämer und Deen sehr offenherzig. Kein Kunststück, denn Deen lebt ein Leben in der Öffentlichkeit. Das hatte auch Nico, doch ein schwerer Unfall hat sein Leben völlig verändert und der Job als Parkranger gibt ihm auch einen guten Grund sich in der Wildnis zu verstecken.

Zwischen Nico und Deen funkt es ziemlich schnell, auch wenn Nico versucht eine gewisse Professionalität und Distanz an den Tag zu legen. Aber Deen kann man nur schwer widerstehen und Nicos Möglichkeiten sind auch sehr limitiert. Was spricht also gegen eine zeitliche Affäre? Vielleicht die Gefühle, die sich zwischen ihnen entwickeln und zu einem Problem werden könnten.

Deen ist eine öffentliche Person und lebt ganz gut damit, auch wenn er sich gelegentlich ein wenig mehr Privatsphäre wünscht. Und mit Nico erlebt er mehr als nur heißen Sex und Abenteuer. Tatsächlich beginnt er sich nach etwas zu sehnen, das mit seinem Job aber kaum vereinbar scheint. Und auch Nico scheint nicht willig sein Versteck aufzugeben.

E. Davies hat eine sehr angenehme Art zu schreiben. Längen gibt es bei dem Buch nicht, der Krimiplot ist zwar da, stört meinen innerlichen Krimimuffel aber nicht. Sehr charmanter Auftakt zu einer neuen Reihe.

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