The Remaking of Corbin Wale – Roan Parrish

Corbin Wale ist seltsam, merkwürdig, schweigsam – ein Freak. Doch Alex Barrow, der nach einer Trennung und dem Verlust seines Arbeitsplatzes nach Hause zurückgekehrt und das Geschäft seiner Mutter übernommen hat, ist fasziniert. Corbin ist wie ein scheues, wildes Tier und Alex braucht viel Geduld um dem Einzelgänger, der sein Cafe immer wieder aufsucht, ein paar Worte abzuringen. Um ihm näherkommen, dazu braucht es viel Zeit, Geduld und vor allem Empathie.

Alex und Corbin werden langsam, aber sicher Freunde und Alex weckt in Corbin die Neugierde sich mit dem Handwerk eines Bäckers und Konditors zu beschäftigen. So verbringen sie viel Zeit miteinander und lernen sich besser kennen, auch wenn Corbin wirklich sehr zurückhaltend ist und scheinbar etwas verbirgt. Doch auch er fühlt sich zu Alex hingezogen, traut sich jedoch nicht über seinen Schatten zu springen und fürchtet nichts mehr als dem Fluch der Wales zum Opfer zu fallen!

Die Geschichte von Corbin Wale ist gar nicht so einfach zu rezensieren. Das Buch ist wunderbar, poetisch, ruhig und faszinierend. So wie Corbin Wale selbst. Alex selbst ist ein gutmütiger, freundlicher und offener Charakter, der sich nach seiner Rückkehr in die Heimat neu sortieren muss und einen neuen Lebensweg einschlägt. In der Provinz trifft er eben auf Corbin, den er wenig später als früheren Mitschüler identifiziert.

Corbin ist ein Außenseiter, der nicht viel spricht und überhaupt nur wenig soziale Kontakte hat. Zudem lebt er abgeschieden im Haus seiner verstorbenen Tanten und er umgibt sich dort auch nur mit Hunden, mit denen er irgendwie zu kommunizieren scheint. Alex lässt sich von dem Gerede der Leute jedoch nicht beeinflussen und geht erstaunlich konsequent seinen Weg, der ihr direkt in Corbins Herz führt. Doch Corbin ist nicht einfach und von Ängsten geplagt.

Der Fluch der Wales – ich habe ihn nicht ganz ergründen können und bin mir auch nicht sicher, ob Corbin nicht einfach das Opfer der Erziehung seiner wohl etwas verschrobenen und verbitterten Tanten ist. Das wäre natürlich eine rationale Erklärung, dazu vielleicht auch noch ein wenig autistisch angehaucht. Allerdings ist Corbin ein wunderbarer und zutiefst empfindsamer Charakter, den man sofort in sein Herz schließt.

Die Geschichte selbst wird sehr ruhig und wirklich poetisch erzählt. Dafür muss man in Stimmung sein und man muss sich auch auf diese Erzählweise einlassen. Obwohl Roan Parrish tolle Sexszenen schreibt, kommt dieses Buch mit wenigen (körperlichen) Intimitäten aus. Allerdings ist da immer diese Spannung zwischen Alex und Corbin, die sich auch in Blicken, Gesten und später sanften Berührungen ausdrückt und viel mehr als Bettsport bedeutet.

Eine wirklich wunderschöne Geschichte, mit tollen Helden und ein klein wenig Magie!

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