Wohin er gehört – Isobel Starling

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Verlag: Decent Fellows Press
VÖ:
 10/2018

Genre: Contemporary 
Seitenanzahl/Print: 180

Meine Bewertung:
3.5 von 5 Regenbögen

Nach Jahren des Reisens kommt Kier Campbell zurück in seine Heimat Schottland. Vor Jahren ist er geflüchtet vor der Enge, aber auch der Liebe und seinen Gefühlen für Douglas. Der war einst sein bester Freund, später sein Liebster und Partner. Doch Kier war zu ängstlich vor den Folgen eines Outings und brach mit Douglas, der dieses verborgene Leben nicht mehr leben wollte.

Kier kommt zum Weihnachtsfest zurück und gerät prompt in einen Schneesturm. Ausgerechnet Douglas ist es, der ihn vor dem Erfrierungstod rettet und mit zu ihm nach Hause nimmt. Douglas öffnet Kier sein Haus und kümmert sich um ihn. Mit dieser überraschenden Freundlichkeit kann Kier kaum umgehen und gleichzeitig kommen seine Gefühl für Douglas zurück. Gefühle, die nie verschwunden waren, sondern nur verborgen. Denn das was Kier in der Fremde eigentlich suchte, war immer da .... zu Hause in Schottland.

Das Cover ist natürlich ein Eye-Catcher und auch der Klappentext konnte mich sofort mitnehmen. Ich mochte auch die Helden und den Plot. Leider war er nicht ganz so rund umgesetzt, wie ich mir das gewünscht hätte. Kier zeigt echte Reue und der Leser erfährt auch von seinen Ängsten in der Vergangenheit, aber auch von seinen unerfüllten Sehnsüchten und Träumen. Douglas hingegen scheint die Vergangenheit irgendwie ad acta gelegt zu haben.

Das war irgendwie irritierend. Kann ein Mensch diese Verletzungen und diesen Verrat einfach so abstreifen? Sicher, fünf Jahre sind eine lange Zeit und Douglas hat sich deutlich weiter entwickelt. Er ist nun der Reife und der Dominante in dieser Beziehung, die zu Weihnachten eine neue Chance bekommt. Das zeigt sich auch in der Auslebung ihres Kinks. Puppy Play ist jetzt nicht unbedingt etwas, das sich in jede Beziehung übernehmen und ausleben lässt. Und das mussten auch Kier und Douglas im Laufe der letzten Jahre erkennen.

Dennoch hat es mir gefallen, auch wenn ich mir ein wenig mehr Tiefe und ein paar Seiten mehr gewünscht hätte.

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