Der Moment, in dem das Glück uns fand – Teodora Kostova

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Verlag: Cursed
VÖ: 05/2019
Genre: Contemporary
Seitenanzahl/Print: 326
Serie: Cookies (2)

Meine Bewertung:
5 von 5 Regenbögen

Für den Medizinstudenten Shane und dem RAF-Piloten Greg sollte es nur eine einzige, gemeinsame Nacht werden. Ein One-Night-Stand, bevor der Alltag sie wieder einholt. Doch das Schicksal hat andere Pläne für Shane und Greg. Denn nach einem Jahr führt es die Männer wieder zusammen, obwohl das Timing schlecht ist.

Shane arbeitet hart an seinem Studium. Gleichzeitig sorgt er sich ständig um seinen Bruder, der schwerverletzt aus dem Krieg zurückgekommen und nun ein Pflegefall ist. Diese Last ist kaum zu bewältigen und ihre Mutter ist auch bedürftig in ihrer Hilflosigkeit. Greg erscheint für Shane wie Lichtblick, eine Möglichkeit dieser Last zu entfliehen.

Dabei steht Greg vor seinen ersten Einsätzen. Und eine Beziehung würde alles nur verkomplizieren. Und hat er überhaupt das Recht Shane auch noch diese Bürde in seinen emotionalen Rucksack zu packen?

Shane und Greg durchleben eine sehr schwierige Zeit. Oft sind sie getrennt, ständig in der Sorge und gegen Einsamkeit, Überforderung und den Kriegserlebnissen kämpfend. Shane, der seinen Bruder verliert, kämpft nach seiner Ausbildung für eine bessere Versorgung von Veteranen und gibt sich dabei fast selbst auf. Gleichzeitig hängt sein Herz an Greg, den er einfach nicht aus seinem Kopf bekommt. Der Krieg prägt Greg und am Ende zerbricht der Pilot fast an seinen Erlebnissen.

Der Nachfolger von Cookies ist eine hochemotionale Geschichte, die sich über einige Jahre zieht. Jedoch hat die Autorin das klug gelöst und die Zeitsprünge sind schlüssig und die Geschichte liest sich sehr flüssig. Es gibt auch ein Wiedersehen mit Amir und Jay, sowie lernt man neue Protagonisten kennen. So einen Amerikaner, Evan, der mit Greg in Afghanistan dient.

Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Buch viele Tränen verdrückt habe. Was habe ich nicht mit Greg und Shane gelitten, gebangt und gehofft. Die Geschichte hat natürlich ein Happy End. Aber Teodora Kostova beschönigt auch nichts. Greg hat gelitten und wäre fast gestorben. Aber selbst nach seinem Dienst bei der RAF, ist sein Leben schwierig und seine Psyche angeknackst. Und wieder geht die Autorin da sehr gut auf die Tatsache ein, wie schlecht es oft um die Veteranen steht und wie sehr sie an ihren traumatischen Erlebnissen leiden. Aber auch wie sehr der Staat und die Armee bei der Versorgung ihrer Soldaten versagen.

Ein würdiger Nachfolger von Cookies, den ich sehr gern weiterempfehle.

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