Der neue Boy – Sean Michael

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Verlag: Dreamspinner
VÖ: 12/2018
Genre: BDSM
Seitenanzahl/Print: 232
Serie: Iron Eagle Gym (1)

Meine Bewertung:
2.5 von 5 Regenbögen

Lance ist ein junger, talentierter Photograph. Für einen neuen, lukrativen Auftrag braucht er gutaussehende Männer, die auch vor der Kamera keine Scheu zeigen und für explizite Fotos und Handlungen zu haben sind. Tatsächlich lassen sich diese Männer finden. Tide, sowie Tyrone und Bran. Die drei Männer sind schon sehr lange eng befreundet und teilen auch den gleichen Lebensstil. Während Tide Single ist, sind Tyrone und Bran ein Paar. Mehr noch – sie sind Dom und Sub.

BDSM fasziniert den jungen Lance, auch wenn er keine Erfahrungen damit hat. Überhaupt sind seine Erfahrungen etwas limitiert und er reagiert auf die Offenherzigkeit der Männer mit Scheu, aber auch mit Neugierde. Tide macht ihm Avancen, die Lance jedoch nicht versteht. Mit diesen Männern kann er doch gar nicht mithalten und so kämpfen Sehnsüchte gegen seine Unsicherheiten. Doch Tide ist ein erfahrener Dom, der in Lance einen Sub erkennt. Er fühlt sich zu dem schüchternen Mann hingezogen und setzt all seine Erfahrung und seinen Charme ein, um ihn zu erobern.

The New Boy ist eine nette, fluffige Geschichte, die jedoch nicht besonders in die Tiefe geht. Im großen und ganzen ist es ein gut geschriebener Porno mit wenig Hintergrundgeschichte. Macht aber nichts, wenn man in Stimmung für so eine Geschichte ist. Lance und Tide werden zwar beschrieben, aber besonders genau ist Sean Michael dabei nicht. Es reicht jedoch aus um zu wissen wer sie sind, was sie machen und wie es um ihre Gefühlswelt bestellt ist. Tide ist erwartungsgemäß cool, abgeklärt und erfahren. Allerdings ist er ein netter Kerl, der sich im Grunde auch nach einer engen und liebevollen Beziehung sehnt, wie Tyrone und Bran sie seit Jahren führen.

Lance hingegen muss sich erst mit seinen Gefühlen auseinandersetzen und auch seine Unsicherheiten überwinden. BDSM war nie sein Ziel, doch er fügt sich ziemlich schnell und passt sich Tide an, der ihn geschickt und erfahren führt und in diese fremde Welt einführt. Wie gesagt – die Geschichte ist nicht besonders tiefgreifend und zuviel Drama sollte man sich nicht erwarten. Aber manchmal braucht man ja auch genau solche Bücher.

Ursprünglich wurde obenstehende Rezension für das Original geschrieben. Allerdings möchte ich für die Übersetzung noch ein paar Ergänzungen machen. Diese hat mir nämlich nicht wirklich gefallen. Ich bin mir nicht sicher, ob es am Stil der Autorin liegt, oder an der Übersetzerin. Vermutlich aber ersteres. Sean Michael ist jetzt nicht bekannt für besonders tiefgründige Geschichten. Allerdings fällt die klebrige Wortwahl im Englischen nicht so auf. Oder man empfindet sie jetzt nicht als so anstrengend und flach.

In der Übersetzung kommt das jedoch dann ganz deutlich raus und das hat mich wirklich sehr genervt. Möglich aber, dass die Geschichte selbst wirklich so schlicht ist *lol* und ich sie beim ersten Mal einfach völlig anders wahrgenommen habe. Jedenfalls finde ich die Geschichte in der Übersetzung nicht wirklich spannend oder gar sexy. Das kam im Original besser rüber.

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