Ein Stück Hoffnung – Carol Lynne

Nach einem Unfall hat sich Shepard Black aus der Rodeo-Szene zurückgezogen und betreibt nun eine Ranch, wo er Bullen fürs Rodeo züchtet. Eine weitere Verbindung in seine Vergangenheit stellt der junge Jeremy dar. Der ist der Sohn seines besten Freundes und Wegbegleiter im Rodeozirkus. Eine Weile haben Shep, Jeremy und dessen Vater Todd sogar eine Weile in einem Wohnwagen zusammengewohnt. Für Shep eine ziemliche Prüfung, da er sich schon damals zu dem Jungen hingezogen gefühlt hat.

Inzwischen ist Jeremy erwachsen und es ist Zeit, dass Shep das auch erkennt. Denn auch Jeremy hat sich immer schon zu Shep hingezogen gefühlt und alles versucht ihn aus der Reserve zu locken. Auf der Ranch fühlt Jeremy sich wohl und hat sich gut eingelebt. Das Verhältnis zu seinem Vater hingegen ist jedoch sehr schlecht. Jeremy will ebenfalls Bullen reiten und zieht sich damit die Eifersucht und den Zorn, wie auch körperliche Übergriffe seitens seines Vaters zu. Doch Jeremy will es durchziehen und bittet Shep um Hilfe.

Jeremy und Shep tanzen schon eine ganze Weile um sich herum. Es gibt genug Menschen auf der Ranch, denen das schon aufgefallen ist. Es braucht jedoch ein wenig, damit sie wirklich zusammenfinden. Das hat die Autorin sehr nett und amüsant geschrieben. Auch Jeremys Probleme mit seinem Vater werden gut thematisiert und dieser Erzählstrang gibt der Geschichte einen gewissen Spannungsbogen.

Obwohl Jeremy so jung ist, wirkt er auf mich erstaunlich reif und fokussiert. Deswegen gibt es auch zwischen ihm und Shep nur das übliche Geplänkel, aber keine konstruierte Tragödie, die den Leser irgendwann nur noch die Augen rollen lassen.

Nebenbei lernt man auch noch andere Rancharbeiter kennen und es gibt natürlich schon mehr oder weniger dezente Hinweise auf die nächsten Paare in dieser Reihe.

Sonst gibt es einfach nicht viel Spannung oder Drama. Aber genau das macht die Reihe ja so nett. Weil man sie eben lesen kann, ohne dabei zu viel Mühe und Intellekt zu investieren. Klingt oberflächlich? Vielleicht. Aber genau deswegen lese ich diese Geschichten so gern. Eben weil ich es gern ein wenig fluffig und entspannend haben möchte, ehe ich mich wieder mit dem wirklichen Drama auseinander setzen muss.

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