Love in the Aftermath – Dara Nelson

Als Kyle seinen Ehemann verliert, scheint auch sein Leben zu enden. Kyle und Jason waren ihr ganzes Erwachsenenleben zusammen, ehe Jason kurz nach ihrer Eheschließung am Krebs verstirbt. Für Kyle bricht eine Welt zusammen und er fällt tief. Neue Bekanntschaften interessieren ihn nicht, die Sorge seiner Eltern, Geschwister und Freunde nimmt er teilnahmslos hin.

Als sein Haus von einem Einbrecher verwüstet und dabei auch noch Jasons Andenken geschändet wird, lernt er den Polizisten Mark kennen. Und er ist der erste Mann, an dem Kyle auch wieder so etwas wie Interesse zeigt. Doch die Zeit der Trauer ist noch nicht vorbei, auch wenn er sich langsam auf Mark einlässt.

Dieser ist wirklich mit einer Engels- oder auch Eselsgeduld gesegnet und versucht Mark langsam näherzukommen. Dabei geht er auch auf den verstorbenen Ehemann ein, der noch immer Kyles Gedanken- und Gefühlswelt beherrscht. Doch irgendwann wird auch ihm klar, dass es schwierig ist mit dem Mann aus der Vergangenheit zu konkurrieren.

Love in the Aftermath ist keine einfache Kost und höchst emotional. Vor allem dann, wenn man eh schon nahe am Wasser gebaut ist – so wie ich. Trotzdem fand ich die Geschichte wunderschön zu lesen. Mark und Kyle sind keine jungen Männer mehr. Haben ihre Erfahrungen gemacht und sind reife Erwachsene. Natürlich gibt es viel Drama, aber das ergibt sich aus der Grundgeschichte heraus und auch durch Kyles Unsicherheiten.

Doch auch Mark ist kein Übermensch und zieht irgendwann die Grenze. Es dauert aber auch sehr lange, bis Kyle seine eigene Bedürftigkeit und das Schwinden seiner Geduld aufzeigt. Das wirkt auf Kyle natürlich wie eine eiskalte Dusche und ist auch nötig.

Was mich an dem Buch gestört hat, sind die vielen Zeitsprünge. Immer wieder schweift die Autorin zurück in die Vergangenheit und beschreibt Episoden aus dem Leben von Kyle und Jason. Dann aber auch wieder Rückblenden von Kyle und Mark. Das ist manchmal etwas verwirrend und stört den Lesefluss. Da hätte ich mir ein etwas besseres, einfacheres Konzept gewünscht. Zumindest für die Nichtmuttersprachler könnte das ein wenig mühsam sein gleich alles richtig einzuordnen. Dafür punktet die Geschichte jedoch mit vielen interessanten und netten Nebendarstellern und vor allem mit richtig guter Erotik.

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