Natural Enemies – Roan Parrish

Stefan Albemarle arbeitet hart und gibt als Botaniker und Wissenschafter sein Bestes. Doch er führt auch ein sehr einsames und striktes Leben. Es fällt ihm schwer Freundschaften zu knüpfen und es wird ihm auch immer wieder vermittelt nicht gut genug zu sein. Nicht liebenswert zu sein.

Milo Rios ist völlig anders. Offenherzig, freundlich passioniert und beliebt. Das schlägt sich in einer Auflistung der besten Botaniker nieder. Eine Liste, in der Stefan auch gern Aufnahme gefunden hätte. Und Stefan will wissen, wer oder was dieser Milo ist. Und wie er es geschafft hat zu solchen Ehren zu kommen.

Als Stefan und Milos aufeinandertreffen, kommt es zu einem Clash of Cultures. Einerseits sind sie irgendwie von einander fasziniert, andererseits finden sie sich auch unerträglich. Animositäten wohin man blickt. Es kommt auch zu einem Eklat, bei dem Stefan den Kürzeren zieht. Und doch zieht es den scheuen Forscher zurück zu dem Naturburschen Milo, der plötzlich doch nicht mehr so furchtbar erscheint. Und Milo schafft es etwas Wunderbares in Stefan auszulösen, von dessen Existenz nichts geahnt hat.

Milo und Stefan sind zwei liebenswürdige Helden, die trotz ihre Macken sofort ihren Weg in das Herz des Lesers finden. Vor allem Stefan konnte sofort mein Herz erobern. Er ist ein richtiger Nerd, der in der richtigen Welt irgendwie so gar nicht klar kommt und ein emotionales Desaster ist. Doch dann findet er Milo. Und Milo könnte alles ändern und vielleicht auch besser machen.

Aber Milo ist nicht perfekt. Er ist eben so ganz anders als Stefan, der auch sein Herz erobert. Aber Milo hat gelegentlich die Feinfühligkeit eines Pflastersteins und schafft es ihr kleines, neues Glück wieder ins Wanken zu bringen.

Genau diese Unperfektheit hat ihn für mich eingenommen. Ich mochte sie beide und es hat mir großen Spass gemacht diese Kurzgeschichte zu lesen. Warum also nur 4*? Ganz einfach – die Helden bleiben einfach ein wenig zu vage. Ich hätte mir etwas mehr Hintergrundwissen über Stefan und Milo gewünscht. Roan Parrish ist eine wirklich wunderbare Autorin, doch ein paar Seiten mehr Erklärung über Milo hätten der Geschichte wirklich gut getan. Ansonsten empfehle ich diese Geschichte sehr gern weiter.