Playing With Love – Ava Thorpe

Ash McCleod ist jung, erfolgreich, gutaussehend und der Superstar bei den Ottawa Admirals. Und er hat als Captain der Eishockey-Mannschaft auch keinen unwichtigen Job zu erledigen. Doch Ash lebt auch ein Leben im Verborgenen. Seine Homosexualität ist jetzt nichts, das er mit seinen Kollegen, Fans und schon gar nicht mit den Medien teilen möchte. Doch als sein früherer Lover und Freund Cam Smith zu den Admirals wechselt, muss Ash sich unangenehmen Fakten stellen und sein bisheriges Leben in Frage zu stellen.

Cameron Smith verbindet viel mit Ash und gleichzeitig trennt es sie auch. Als Teenager haben sie sich kennen- und wenig später liebengelernt. Doch Ash hat dem Druck nicht stand gehalten und mit ihm gebrochen. Vier Jahre sind seither vergangen und Cam war bei seinem letzten Team out, wenn auch nicht in der Öffentlichkeit. In San Diego lief es gut für ihn doch jetzt ist er in Canada. Die Nähe zu Ash macht ihn verrückt und Cameron begreift sehr schmerzlich, das seine Gefühle für Ash noch immer da sind. Doch Ash scheint sich nicht geändert zu haben, auch wenn er noch immer stark für Cameron empfindet.

Ash‘ Geschichte hat sich ja schon im ersten Teil der Reihe angedeutet. Da hatte ich ihn aber deutlich selbstbewusster und cooler in Erinnerung. Tatsächlich ist Ash sehr unsicher und versteckt sich und seine Gefühle. Der Druck seines Vaters ist unglaublich und egal was Ash tut – er kann es seinem alten Herrn einfach nicht recht machen.

Cameron hingegen ist viel selbstbewusster und auch fokussierter. Er ist aber auch kein solch Superstar wie Ash, dem Hockey über alles geht. Im Gegenteil – für Cameron ist der Sport sein Job. Aber nicht mehr. Irgendwann wird es Hockey nicht mehr geben, aber Cameron schon.

Es war für mich sehr anstrengend und schmerzlich zu lesen, wie Ash sich quält. Und wie er in seiner Unsicherheit auch Cameron verletzt. Und das nicht einmal. Von einem erwachsenen, erfolgreichen Mann erwarte ich doch mehr Eier in der Hose. Dass er sich nicht outen will – verständlich. Allerdings lässt er sich von seinem Vater zuviel gefallen und auch verunsichern. Dahingehend ist sehr unreif, unsicher und leicht zu manipulieren. Das passt für mich nicht zu einem Captain einer Mannschaft, der doch eigentlich führen und so etwas wie eine Vertrauensperson sein sollte.

Dieser Aspekt war für mich etwas negativ, auch wenn Ash am Ende für sich und Cameron eingestanden ist. Aber der Weg war weit, anstrengend und auch gelegentlich frustrierend. Cameron hingegen fand ich ganz toll und sympathisch. Auch Carter aus dem ersten Teil hatte einige Auftritte, die mir sehr gut gefallen und die Geschichte aufgewertet haben.

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