Stained Hearts – Parker Williams

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Verlag: Dreamspinner
VÖ: 09/2019
Genre: Contemporary 
Seitenanzahl/Print: 194
Serie: Links In the Chain (3)

Meine Bewertung:
4.5 von 5 Regenbögen

Der Tod seines Mannes und besten Freund lässt Tom Kotke trauernd und verloren zurück. Fast 25 Jahre war er mit Brian zusammen und musste ihn dann doch gehen lassen. Seine Familie und Freunde sorgen sich; versuchen Tom aus seiner Einsamkeit und Trauer zu holen. Doch Tom braucht Zeit, lässt sich nicht drängen und weigert sich Brian 'endgültig' gehen zu lassen. Dann lernt er einen jungen Mann kennen - Aidan. Und sofort kickt sein Beschützerinstinkt ein.

Aidan lebt seit seiner Jugend bei seiner Schwester, nachdem ihn die Eltern hinausgeworfen haben. Mit seiner Homosexualität kommen sie nicht zurecht und ziehen es vor keinen Sohn mehr zu haben. Dabei würde Aidan sie so sehr brauchen. Denn Aidan leidet an einer unheilbaren Krankheit, die ihm die Bewegungsfähigkeit nimmt und ihn immer wieder in den Rollstuhl zwingt. Das Verhältnis zu seiner Schwester Olivia ist eng und doch gibt es Probleme. Denn Aidan will unabhängig sein, kann sich aber doch immer auf Olivia verlassen und tut das auch.

Als Tom in sein Leben tritt, beginnt eine Freundschaft zwischen den Männern. Aidan fühlt sich zu dem älteren Mann hingezogen, doch Tom agiert etwas ungeschickt und verletzt Aidan immer wieder. Tom muss lernen, dass er wieder etwas fühlen darf. Dass er Brian zwar verloren hat, doch es noch soviel mehr in seinem Leben geben kann und muss.

Also beginnt er sich zu öffnen und vertieft die Freundschaft zu Aidan, nachdem die ersten Mißverständnisse aus dem Weg geräumt sind. Doch einfach ist es nicht. Denn Aidan ist eine sehr komplexe, manchmal komplizierte, Persönlichkeit. Und Tom hat viel zu lernen im Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Die Geschichte hat mich unglaublich berührt und oft zu Tränen gerührt. Ich glaube, niemand schreibt schönere Abschieds- und Liebesbriefe wie Parker Williams. Brian, Toms Mann, ist zwar tot, aber man lernt ihn sehr gut kennen und lieben. Selbst jetzt, wo ich an das Buch zurückdenke, bekomme ich einen Kloß im Hals.

Tom ist sehr verletzt und unglücklich. Und der Tod des geliebten Menschen zieht ihm völlig den Boden unter den Füssen weg. Man versteht nur zu gut, dass er sich einfach nicht lösen kann und dass er an keine zweite Chance glaubt. Aber auch Aidan wird gut beschrieben. Sein Weg in die Unabhängigkeit und man sieht ihn auch erwachsen werden. Auch ein Weg, der oft schmerzhaft und frustrierend sein kann. Selbst wenn man schon ein gewisses Alter hat.

Stained Hearts ist ein fast perfektes Buch, das ist sehr gern weiter empfehle und das ich bestimmt noch einmal lesen werde.

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