Tanzstunden – R. Cooper

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Verlag: Dreamspinner
VÖ: 01/2019
Genre: Contemporary
Seitenanzahl/Print: 146

Meine Bewertung:
3 von 5 Regenbögen

Obwohl sein Exfreund John echt die Pest und ein Kontrollfreak war, tut Chico die Trennung weh und lässt ihn verloren zurück. Ein Tapetenwechsel ist nötig und nachdem er aus der Wohnung geflogen ist, kommt er bei seinem Cousin Davi unter. Dieser kümmert sich und will Chico wieder unter Menschen bringen. Doch Chico hat so gar keine Lust auf Menschen, Interaktionen und zieht sich scheu zurück. Seinen Alltag managt er nur schwerlich und eigentlich verlässt er das Apartement nur um halbtags zu arbeiten. Doch in der örtlichen Tanzschule, die von einem Freund Davis geführt wird, werden ehrenamtliche Helfer gebraucht und Davi drängt Chico dazu sich dort zu zeigen und zu engangieren.

Anders als seine Geschwister ist Rafael kein Profitänzer geworden. Und er ist höchst zufrieden damit die Tanzschule seiner Eltern fortzuführen und zu unterrichten. Und in einem seiner Tanzkurse taucht plötzlich Chico auf. Jedoch versehentlich, auch wenn Rafael ihn gleich zu Demonstrationszwecken aufs Parkett führt. Doch Chico ist mehr als ein scheues Reh und Rafael begreift sehr schnell, dass hier viel Fingerspitzengefühl und Geduld gefragt ist.

Der Grundplot ist jetzt nichts Besonderes und auch nicht neu. Doch irgendwie hat er mich angesprochen und ich habe mich auf eine fluffige Geschichte gefreut. Leider konnte ich mit den Helden so gar nicht warm werdne. Chicos Unsicherheit und Vorsicht sind allgegenwärtig und bestimmen den Plot und die Entwicklung ihrer Beziehung. Das wäre an sich kein Problem, aber Chico wird irgendwann nur noch nervig. Und auch Rafael kann das nicht ausgleichen. Obwohl er von Chicos Schwierigkeiten weiß, reagiert er oft sehr unverständlich und macht es damit noch komplizierter.

Drama ist ja gut und schön. Aber für mich war es meist nur eine Aneinanderreihung von Mißverständnissen und Schweigen. Der Plot hätte doch viel mehr hergegeben. Zudem werden immer nur vage Andeutungen über die Vergangenheit von Rafael und Chico gemacht. Das frustriert irgendwann. Deswegen konnte mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen. Die Übersetzung an sich ist in Ordnung, auch wenn ein paar Wortspielereien darin vorkommen, die doch sehr großzügig eingebaut wurden und für mich nicht in die Geschichte gepasst haben.

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