Deep Edge – R.J. Scott & V.L. Locey

Dieter Lehmann hat es geschafft bei den Harrisburg Railers einen Vertrag zu bekommen. Doch sein Knie macht Probleme, eine Exfreundin versucht ihn zu erpressen und dann ist da noch die Sache mit den Schmerzmitteln, von denen er nicht loskommt. Irgendwie befindet sich sein Leben also in einer Abwärtsspirale und da kann er eigentlich so gar keine weitere Ablenkung gebrauchen. Doch die stellt sich in Person von Trent Hanson vor und beschert Dieter Ablenkung, Aufregung und unerwartete Gefühle.

Eiskunstläufer Trent Hanson kennt sich mit Süchtigen und Betrügern aus. Obwohl er beruflich erfolgreich war, könnte er nun alles verlieren. Um sein Geld und seinen Besitz wurde er betrogen und so ist er gezwungen sich einen Reality TV-Vertrag aufnötigen zu lassen, auf den er so gar keine Lust hat. Aber will er das Heim seiner Mutter erhalten und seinen Lebenstraum – eine Eishalle – behalten, dann muss er in den sauren Apfel beißen.

Trent und Dieter fühlen sich vom ersten Augenblick an irgendwie zueinander hingezogen, auch wenn sie außer der Liebe zum Eis kaum Gemeinsamkeiten haben. Dieter ist ein Kerl und Trent ist … Trent. Aufregend, schillernd und schrecklich schwul. Doch Trent ist nur nach außen hin so selbstbewusst und fordernd. Schmerzliche und demütigende Erfahrungen hat er in seiner Kindheit und Jugend genug gemacht und in seiner Einsamkeit plagen ihn dann auch schon Selbstzweifel.

Mir gefiel die Dynamik dieses Paares und der Geschichte sehr gut. Dieter ist in seiner Sucht sehr gut beschrieben, aber er schafft es zum Glück sich mit Hilfe seines Teams und auch Selbsterkenntnis sich wieder aufzurappeln. Ein Grund das Leben wieder auf Linie zu bringen, ist natürlich auch Trent. Der will sich eigentlich nicht mehr auf einen Süchtigen einlassen, der auch keine Hilfe will und in seiner Verzweiflung nur um sich schlägt.

Doch Gefühle kann man nicht einfach zur Seite schieben und Trent und Dieter zieht es immer wieder zueinander, auch wenn sie sich gelegentlich verletzen und harsch reagieren. Doch das macht die Geschichte auch so intensiv und interessant. Es ist auch nicht nervig oder zu langatmig, sondern realistisch.

Natürlich gibt es aber ein gutes Ende für die Geschichte und ein Wiedersehen mit den Helden der anderen Teile. Aber was noch wichtiger ist ….. Stan wird ein Held des nächsten Teils werden und darauf freue ich mich schon sehr.

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