Face the Music – K.M. Neuhold

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VÖ: 05/2018
Genre: Contemporary
Seitenanzahl/Print: 294
Serie:
 Replay (1)

Meine Bewertung:
4.5 von 5 Regenbögen

Erfolg und Geld machen nicht immer glücklich. Und Lincoln musste diese Lektion schmerzhaft erfahren. Vor zehn Jahren hat er seine erste und einzige Liebe verlassen und ihn aus seinem Leben verbannt. Und Lincoln hat es an jedem einzelnen Tag bereut. Der Rockstar kämpft gegen die Vergangenheit, aber auch mit seinen dunklen Stimmungen und Selbstverletzungen. Bandkollegen und sein treuer Manager machen sich große Sorgen. Die Band ist generell ausgebrannt und braucht eine Auszeit. Lincoln zieht es ausgerechnet an den Ort, an dem er als Kind und Jugendlicher am Glücklichsten war.

Ausgerechnet dort verbringt auch Jace seine Ferien. Nachdem ihn seine Freundin verlassen hat, braucht Jace Zeit und Raum für sich. Das Ferienhaus der Familie scheint sich für diese Auszeit gut zu eignen. Doch schon zu Beginn seiner Ferien stolpert er buchstäblich über Lincoln. Den Mann, der ihn vor zehn Jahren wortlos verlassen hat. Seine große Liebe und seine Zukunft. Jace ist natürlich aufgebracht, verletzt, wütend .... und doch ist da sein dummes Herz, das niemals aufgehört hat für Lincoln zu schlagen.

2nd Chance-Bücher sind jetzt nicht ganz so meine Favoriten. Und es gab Momente, wo ich an dem Helden Lincoln verzweifelt bin. Aber er hat mich auch berührt. Und als dann seine Beweggründe Jace zu verlassen und damit all ihre gemeinsamen Zukunftspläne aufzugeben ersichtlich wurden, konnte mich sein Verhalten versöhnen und ich konnte ihn auch nur zu gut verstehen. Jace macht es Lincoln nicht leicht. Er hadert mit sich und will Lincoln eigentlich auf Distanz halten.

Doch Lincoln ist an einem Punkt in seinem Leben angekommen, wo es nur noch zwei Weggabelungen gibt. Und er hat einen Plan Jace zurückzuerobern; sein Vertrauen und seine Liebe zurückzugewinnen. Doch einfach geht anders und ist noch nie Lincolns Weg gewesen.

Insgesamt ein tolles, intensives Buch. K.M. Neuhold hat mich eigentlich noch nie enttäuscht. Rockstars sind jetzt nicht wirklich meine Sache. Aber hier hat es für mich funktioniert. Und Lincoln ist eben nicht der tolle und überglückliche Star, der seinen Traum lebt. Er hat auch eine dunkle Seite, die immer mehr und öfters Besitz von ihm ergreift. Er ist die Hauptfigur dieser Geschichte, auch wenn Jace nicht zu kurz kommt.

Mir gefiel auch der Aspekt, dass Lincoln sich am Ende entscheidet Hilfe anzunehmen. Auch wenn es ihm schwer fällt und es Überredungskunst erfordert. Aber Lincoln tut es nicht für Jace, sondern eben auch für sich selbst und auch für Jace und sich. Absolute Leseempfehlung.

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