No Fear – Nora Phoenix

Aaron Gordon verliert mit dem Geständnis schwul zu sein alles. Seinen Job, seinen Lebensinhalt und vor allem die Liebe seiner ultrareligiösen Eltern, die auch schon Aarons älteren Bruder Josh aus dem Haus getrieben haben. Auch Aaron hat sich Joshua gegenüber nie gut verhalten, doch er war auch noch ein Kind und von seinen Eltern beeinflusst. Josh, den er lange Zeit nicht gesehen hat, reagiert nicht gut auf Aarons Auftauchen.

Doch Joshuas Freunde wissen Rat und bringen Aaron erstmal bei Blake Kent unter. Der hat neben seinem Trainingscenter auch noch ein Safehouse für Menschen, die Hilfe brauchen. Vor allem Menschen, die Gewalt erfahren haben, finden bei ihm Unterschlupf.

Aaron ist ein sehr komplexer Charakter, den man erst nicht mag. Er ist faul, verwöhnt und scheint nur wenig Dankbarkeit zu zeigen. Doch eigentlich ist er eine verlorene Seele, die auf der Suche nach sich selbst ist. Der etwas ältere Blake kann ihn gut lesen und erkennt schnell Aarons Problem und seine Bedürfnisse. Allerdings ist Blake kein Mann für Beziehungen, auch wenn er sich zu dem Jüngeren hingezogen fühlt. Doch je länger er sich mit Aaron abgibt und ihn kennenlernt, desto klarer werden auch seine eigenen Bedürfnisse, die er so erst richtig entdeckt.

No Fear ist für mich nicht leicht zu beschreiben. Für mich persönlich hätte es das Paar Blake und Aaron nicht gebraucht, auch wenn sie einen nicht uninteressanten Kink ins Spiel bringen. Wirklich nahe sind sie mir leider nicht gekommen und doch brauchte es beide Charaktere um die Geschichte um Indy, Josh, Noah und Connor weiter zu führen. Dahingehend wird es nun richtig dramatisch und driftet auch bei einer Sache schon fast ins Unmögliche ab. Doch Amerika ist ja das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Insofern will ich gar nicht behaupten, dass es nicht möglich ist.

Aaron und Blake finden aber auch nicht so leicht zusammen und alles ist gut. Sie durchleben Höhen und Tiefen und auch eine Trennung, die auf einem Mißverständnis beruht. Und doch tut sie ihnen gut, vor allem Aaron. Er lernt endlich auf eigenen Beinen zu stehen, erwachsen zu werden und endlich einen Fokus zu finden.

Für alle Helden ist diese Geschichte eine emotionale Achterbahnfahrt, die ziemlich an Fahrt aufnimmt. Das Böse ist Indy nun wirklich direkt auf den Fersen und sein Leben ist mehr denn je in Gefahr. Es kommt zu Trennungen, Verletzungen, Neuanfängen und es werden auch noch drei neue Charaktere eingeführt, die dann im Abschlussteil eine große Rollen spielen werden.

Warum nun also 4 Regenbögen? Ganz einfach – ich mag die Geschichten von Nora einfach. Und sie schreibt wirklich sehr sexy und kann auch sehr tiefgründig, wie auch emotional und witzig sein. Auch hier gilt – es ist Fiktion. Ob so etwas in der Realität wirklich funktioniert, sei dahin gestellt. Aber deswegen habe ich diese Reihe ja auch nicht gelesen!

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