Stay – K.M. Neuhold

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VÖ: 02/2018
Genre: Contemporary
Seitenanzahl/Print: 224
Serie: Working Out The Kinks (1)


Meine Bewertung:
4 von 5 Regenbögen

Lars und Jonah sind nicht nur ein Paar, sondern auch schon lebenslange Freunde. Die Liebe kam erst später, doch sie scheint unverbrüchlich und ihre Beziehung wirkt stabil und glücklich. Und die Gefühle zwischen ihnen sind noch immer stark und intensiv, auch wenn ihre Beziehung nun schon über zehn Jahre geht und sich natürlich kleine Abnutzungen eingeschlichen haben. Während Jonah als Arzt in einer Notfallsambulanz jeden Tag gefordert wird, arbeitet Lars als Tierarzt.

Ihr bequemes und geregeltes Leben bekommt jedoch leichte Risse, als Jonah auf einer Pride mit einem sehr ungewöhnlichen Kink konfrontiert wird - Puppy Play. Vom ersten Blick an, ist er fasziniert und will mehr über diesen Lifestyle herausfinden. Doch er ist unsicher wie Lars darauf reagieren könnte. Von nun an beginnt Jonah geheimniskrämerisch zu werden und macht Lars damit argwöhnisch und auch unsicher. Denn es gab doch nie Geheimnisse und Lars versteht die Welt nicht mehr, wieso Jonah sich immer mehr distanziert.

Lars und Jonah sind schon etwas älter und reifer. Jedoch reagieren sie auf diesen Kink wie junge Männer; neugierig, fasziniert und unsicher. Ihre scheinbar glückliche und stabile Beziehung gerät ins Wanken und sie beginnen beide irgendwie an sich und am anderen zu zweifeln. Das macht das Zusammenleben durchaus erschöpfend und auch schmerzlich. Denn sie lieben sich doch und müssen nun doch ihr Leben irgendwie neu sortieren.

Obwohl er keine Erfahrungen mit Puppy Play hat, geht Lars am Ende auf Jonahs Kink ein. Und dabei machen sie überraschende Entdeckungen und plötzlich ergibt vieles in ihrem Leben Sinn, das sie immer schon als völlig normal empfunden und doch auch Teil eines Kinks ist. Denn Lars ist es gewöhnt der dominante Teil ihrer Beziehung zu sein; Entscheidungen zu für Jonah und sich zu treffen. Und Jonah braucht Lars um eben Verantwortung abgeben und seinen stressigen Tagesablauf hinter sich lassen zu können.

Insgesamt war das Buch angenehm zu lesen und es ist solide geschrieben. An manchen Stellen war es mir jedoch ein wenig zu klinisch und ich hätte gern mehr von den Familien unserer Helden erfahren. Dass Lars im Grunde immer schon dominant war, hat den Schritt in diesen Kink für ihn wohl leichter gemacht und es für den Leser auch logischer erscheinen lassen. Dennoch hat dem Buch der letzte Funke gefehlt, der mich dann so richtig mitgerissen hätte.

Trotzdem gibt es eine Leseempfehlung für diese Geschichte und man darf sich auf Folgegeschichten freuen.

 

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