Unerwartet berührt – Jessica Martin

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Verlag: Cursed
VÖ: 03/2019
Genre: Contemporary
Seitenanzahl/Print: 330
Serie: Berührt (2)

Meine Bewertung:
5 von 5 Regenbögen

Freddy und Paul teilen nicht nur einen Freundeskreis, sondern leiden auch an Schlaflosigkeit. Alleine zu schlafen fällt ihnen beiden schwer und dieser Mangel an Schlaf wirkt sich auch auf ihren Alltag und ihr Berufsleben aus. Nach einer gemeinsamen Nacht, die ihnen beiden die nötige Ruhe und Erholung gebracht haben, beginnen sie mit Schlafdates. Der Anfang ist ein wenig seltsam und von peinlichen Momenten gesprägt. Doch sie finden einen Weg, der für sie durchaus praktikabel erscheint.

Doch die vermehrte Nähe bringt in Freddy und Paul Gefühle hervor, die ihnen Angst machen und mit denen sie nicht wirklich umgehen können. Denn beide Männer sind eigentlich heterosexuell, wenn auch schon längere Zeit Single. Sie haben beide keine engeren Beziehungen und auch das Verhältnis zu ihren jeweiligen Familie ist nicht spannungsfrei. Dabei spielt die Vergangenheit eine große Rolle. Doch wie nun umgehen mit den Gefühlen den Freund und den Sehnsüchten, die so völlig neu sind?

Jessica Martin hat eine grandiose Geschichte geschrieben. Ihre Protagonisten sind fabelhaft ausgearbeitet, witzig, tiefgründig und einfach nur menschlich in ihren Gefühlen, Sehnsüchten und im Umgang mit ihren Freunden und der Familie. Freddy ist hierbei deutlich mutiger und neugierige. Aber er gilt ja auch als Adrenlin-Junkie. Paul hingegen ist vorsichtiger und spielt ständig Szenarien in seinem Kopf durch. Damit macht er sich das Leben nicht immer leicht, aber man kann ihn durchaus verstehen.

Die Romanze entwickelt sich langsam und es macht soviel Spass und Freude zuzusehen, wie sich Freddy und Paul immer näher kommen. Dabei gibt es natürlich auch ein wenig Drama, das die Geschichte jedoch bereichert und sie jetzt nicht lähmt oder unglaubwürdig macht. Besonders der Sex ist jetzt für Paul ein großes Thema. Er ist neugierig und will es wissen; gleichzeitig hat er auch Angst davor und reagiert damit nicht immer feinfühlig, auch wenn er Freddy nicht auf Distanz halten will.

Das machte für mich die Geschichte sehr glaubwürdig, denn die beiden Männer entdecken erst jetzt ihre Bisexualität und müssen erst lernen damit umzugehen und vor allem herauszufinden was ihnen gefällt, wie weit sie gehen möchten und welche Erwartungen sie haben.

Auch diese Schlaflosigkeit wird von der Autorin sehr klug und interessant erklärt und dem Leser näher gebracht. Ich muss gestehen, dass mich dieser Part zu Beginn etwas irritiert hat. Doch auch hier konnte Jessica Martin eben voll und ganz überzeugen. Der zweite Teil dieser Reihe hat mir noch besser gefallen als der erste Teil und ich muss dieses Buch unbedingt bald wieder lesen.

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