Wolff – JJ Harper

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VÖ: 12/2018
Genre: Contemporary
Seitenanzahl/Print: 129
Serie: Redemption (1)

Meine Bewertung:
4 von 5 Regenbögen

Wolff Mannheim scheint es geschafft zu haben. In London zieht er seinen Traumjob in der Finanzwelt an Land. Doch das böse Erwachen kommt noch, bevor er seinen ersten Tag in der neuen Firma zugebracht hat. Einer der Juniorpartner des Unternehmens ist Gage Norton. Der Mann, dem er vor zwölf Jahren das Her zgebrochen und ihn vor all ihren Freuden gedemütigt hat.

Und diese Demütigung und der Schmerz gingen bei Gage tiefer, als Wolff es sich nur ansatzweise erträumen konnte. Doch Gage hat, nach vielen Stolpersteinen, seinen Weg gemacht und ist zu einem erfolgreichen Finanzanalysten aufgestiegen. Sein Ruf in der Branche ist ausgezeichnet und er umgibt sich nur noch mit Menschen, die ihm gut tun und denen er bedingungslos vertrauen kann. Und Wolff gehört definitiv nicht dazu.

Für Gage ist es - verständlicherweise - schwierig mit Wolff umzugehen. Und auch Wolff hadert natürlich mit der ganzen Situation. Dabei händelt es Gage meist sehr professionell. Er ist eben nur nicht willig mehr als ein Kollege für Wolff zu sein. Doch dessen Präsenz lässt Gage natürlich nicht kalt und die Gefühle von einst kann er nicht einfach ignorieren.

Nach einigen Aussprachen und Selbstreflexionen scheint sich ihr Verhältnis wieder zu normalisieren und auch Wolff kann sich dem neuen Gage einfach nicht entziehen. Doch es bleibt schwierig und gebrochenes Vertrauen ist kaum mehr zu kitten.

Und das ist für mich auch die Hauptkritik an dem Buch. Gage fand ich toll und er hat sofort mein Herz erobert. Wolff ist natürlich der Badboy in der Geschichte. Das resultiert natürlich an seinem Verhalten in der Vergangenheit und wie furchtbar er zu Gage war. Aber Wolff ist ein Charakter, der sich ändert und der eine positive Wandlung durchmacht.

Jedoch ging es mir bei dieser Geschichte etwas zu glatt und zu einfach. Eigentlich bin ich kein Freund von zu vielen Verwicklungen und Dramen. Aber wenn nicht hier, wann dann? Da hat es sich die Autorin ein wenig zu einfach gemacht, auch wenn sie tief in die Psyche ihrer Helden eingedrungen ist. Trotzdem hat mir da etwas der Spannungsbogen gefehlt und ein, zwei Konflikte wären passend gewesen. Aber möglicherweise hat sie ja Herausforderungen im Folgeband eingebaut.

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