When The Devil Wants In – Cate Ashwood & J.H. Knight

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Verlag: Dreamspinner
VÖ: 01/2018
Genre: Romantic Suspence
Seitenanzahl/Print: 264

Meine Bewertung:
4 von 5 Regenbögen

Als sich der Cop Matt Kinsley für eine Stelle in Georgia bewirbt, ist ihm klar dass seine Homosexualität hier schwer oder kaum akzeptiert werden wird. Doch er will ein ruhigeres Leben und der Gewalt und Hektik von San Francisco entfliehen. Magnolia Ridge scheint für einen Neuanfang - wenn auch im Schrank - ein guter Ort zu sein.  Seine neuen Kollegen machen es ihm nicht zu schwer und die Menschen in Magnolia Ridge sind durchaus freundlich und aufgeschlossen. Besonders interessiert ist er jedoch an John Turner, den er außerhalb von Magnolia Ridge schon einmal getroffen hat.

John Turner kennt nichts anderes als in seiner Heimatstadt zu leben und seine Sexualität zu verbergen. Vor allen und jedem. Nur seine beste Freundin Chloe, die auch als Alibi-Freundin fungiert, kennt sein Geheimnis. Erst als Matt in die Stadt kommt, wird es jedoch ein richtiges Problem. Denn Matt weckt in John Sehnsüchte, die er sich immer verboten hat. Eine Freundschaft scheint möglich und mit Diskretion scheint Matt auch kein Problem zu haben. Die Idylle des Südens trügt jedoch und nicht nur John hat so seine Geheimnisse. Auch seine Schwester Mel schleppt Probleme mit sich herum und als dann noch ein Mord geschieht, bei dem alles auf John hindeutet, eskaliert die Situation.

Schrank-Geschichten sind jetzt nicht wirklich so mein Fall. Aber bei dieser Geschichte ist die Situation wirklich gut und auch glaubwürdig beschrieben. Johns Mutter ist strenggläubig und lebt so, wie man es eben im Süden tut. Dabei agiert sie jedoch oft sehr kurzsichtig - auch was die Probleme ihrer Tochter betrifft, die im Laufe der Geschichte immer größer und offensichtlicher werden.

Matt hingegen kennt auch ein anderes Leben, fügt sich der Bigotterie des Südens eigentlich ganz gut ein. Doch auch er hat Gefühle für John und es fällt ihm zusehends schwerer sich zurückzunehmen, auch wenn er ein sehr geduldiger Zeitgenosse ist. Von Anfang an spürt man die Chemie zwischen John und Matt. Auch die aufkeimende, vorsichtige Freundschaft zwischen den Männern wird sehr gut beschrieben.

Chloe, die Freundin von John, ist großartig. Sie ist witzig, schlagfertig, mutig, offen und eine richtig coole Persönlichkeit. John hängt an ihr und nach außen hin scheinen sie das perfekte Paar. Doch unter der liebenswerten und scheinbar harmlosen Süsslichkeit des Südens, lauern Abgründe, Geheimnisse und viele ungeklärte Probleme und unausgesprochene Wahrheiten.

Tolle Südstaaten-Geschichte, die einige Überraschungen und Wendungen parat hat. Die Helden sind toll, wenn auch ein wenig zu oberflächlich beschrieben. Ich mochte das ganze Ensemble, das wirklich alle Bandbreiten abdeckt. Es gibt eigentlich nicht gut und böse. Die Menschen sind einfach wie sie sind. Eben durch die Gesellschaft, Prägung, Erziehung und Veranlagung. Johns Mutter ist eine richtig tolle und fürsorgliche Mutter, die ihre Kinder kennt - doch sie kennt sie auch nicht wirklich. Und das ist wohl auch das Dilemma dieser ganzen Dynamik zwischen John und seiner Familie, die sich zwar so nahe ist, aber vor der er sein Leben lang nur Geheimnisse hat.

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